Band 
Achter Band.
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Vierzehntes Kapitel.Wie Schweiz.

Dagegen entzog das Land, aus welchem daö HauS Oesterreichseinen Ursprung herleitete, steh gänzlich seiner Gewalt und er-kämpfte sich seine Unabhängigkeit.

DaS GebirgSland, welches seine Ströme nach Italien undnach dem westlichen Deutschland entsendet, war von den LegionenRomS betreten worden. Diese Ufer des Leman (Genfersee) sa-hen die lateinischen Adler fliehen vor den Kimbern, und Cäsareilte herbei, um die Helvecier vor einem Einfalle in Gallien ab.zuhalten, wohin ste bereits sich in Bewegung gesetzt, nachdem sieihre Wohnstältcn verbrannt harten; er schlug und nöthigte sie,nach ihren Bergen zurückzukehren. Die Rhätier und Vindelicier,welche die gegenwärtigen Kantone Uri, St. Gallen, Appenzell undGraubünden bewohnten, wurden für das kaiserliche Rom furcht,bare Feinde, und nachdem ihre kriegerische Entflammung sich ab-gekühlt hatte, blieb ein Theil der Schweiz mit Italien, ein an-derer mit Gallien und Deutschland vereinigt, vertheidigt durchBesten gegen die Einfälle der Barbaren; dessenungeachtet setztensich diese in mehreren Theilen des Landes fest; die Burgunderim Westen von Bern in den Gebieten von Freiburg, Wallis,Savoyen und Dauphin«, die Alemannen im Aargau an den Usernder Reuß, deS BodenseeS, des Rheins; diese beschäftigten sichmit der Viehzucht, jene mit dem Ackerbau, diese blieben Feindeder Städte und geschlossenen Wohnsitze, jene smigten sich allmä-lig. Nhätien, das unter italienischem Regimente stand und we-niger fremde Bestandtheile in sich aufgenommen hatte, behieltdem Wesentlichen nach die lateinische Sprache bei, während imWesten eine Mundart deS Französischen, im Osten in den Thal.decken der Aar und des Bodensees das Deutsche gebräuchlichwar. Nach der von Karld. Großen vorgenommenen Theilunggehörte das Land theils zum Herzogthum Alcmannien, theils zuLurKunäin trun^urnnn. Die Geschichte des Burgundcrlandcshaben wir kennen gelernt, wo wir mit Frankreich uns beschäf-tigten.

Wenn irgendwo die Sittigung als das Werk der Religionerscheint, so ist eS wahrlich der Fall in diesem Alpenlande, wo