Band 
Achter Band.
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Die nahen Landschaften und Städte bewarben sich nun umAufnahme in den Bund, zunächst Luzern (1332), trotz des Wi-derspruchs seines AdelS, sodann das reiche und bevölkerte Zürich(1351), endlich Glarus und Zug (1352). Oesterreich bor zwaralles Mögliche auf, diese Vergrößerung der Schweizer Genossen,schaft zu verhindern, sowohl durch offenen Krieg, alS durch dasBestreben, den Samen der Zwietracht zwischen den Bundesge.nossen auszusäen. Und Leopold belagerte Solothurn, alö dieplötzlich anschwellende und ihre Ufer überströmende Aar eineMenge österreichischer Krieger in ihre Fluchen dahinriß; da sahendie hochherzigen Bürger in ihnen nur die nochleidenden Menschen,nicht die Feinde, retteten sie vor dem drohenden Tode und schick,ten sie neugestärkt in ihr Lager zurück. (Überhaupt zeichnetensich die Schweizer vor ihren Feinden durch Menschlichkeit undMäßigung auS, und da ohnehin ihre Sache die der Gerechtigkeitwar, gewannen sie immer neue Freunde, und Freudenfeucr, vonBerg zu Berg auflodernd, bezeichneten die Siege, welche dasWerk der Unabhängigkeit befestigten und den Zuwachs des Brü-dcrbundes sicherten.

Albrecht II legte insbesondere einen hohen Werth auf dieUnterwerfung von Zürich; er griff darum die Stadt mit 30,000zu Fuß und 4000 zu Roß an, mußte sich aber glücklich schätzen,einen Frieden zu erlangen (1353); in den betreffenden Vertragließ er jedoch gewisse Klauseln einstießen, welche auf ein Ober.hoheitSrecht über die Waldstättcn hindeuteten, was dann lviederzu neuem Hader Anlaß gab.

Inzwischen ward Bern einer feindseligen Gesinnung widerdie Herren und des Anstiftens von Unzufriedenheit unter ihrenVasallen beschuldigt. In Folge dessen schloffen Ucchtland undAargau einen Bund gegen die Sradt, und ein Heer von 700Herren, 1200 Rittern, 3000 Berittenen und 15,000 zu Fuß zogwider dieselbe. Aber obgleich auf ihre eigenen Kräfte beschränktverzagte sie doch nicht; sogar Greise ergriffen die Waffen unddie Führung übernavm der Ritter Rudolf v. Er lach, einenunbedingten Gehorsam heischend, da sie nur vermöge der strengstenDisziplin der Uebermacht begegnen könnten. An der Spitze allerkampffähigen Einwohner und der geringen, von den Waldstättcngeschickten Hülfe zog Rudolf dann aus, um das belagerte Laupenzu entsetzen und erfocht einen entscheidenden Sieg (1353), nachwelchem Bern dem Schweizerbunde beitrat und bald sich an der