Band 
Achter Band.
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Spitze des größten und wichtigsten Kantons der Schweiz sah,deren verschiedene Völkerschaften und Klimate er so zu sagen insich darstellt, von den äußern Thälern Grindelwald und Lauter-brunnen an bis zu den reizenden Scenerien des Oberlands. Eszählte nun der Schweizerbund acht Kantone oder Landschaften,und so blieb er 125 Jahre lang.

Albrecht». Oesterreich drängte Zug und Glarus, auSzutrc-ten aus dem Bunde, und nahm hieftir die Hülfe des KaisersKarl IV in Anspruch, der auch mit einem Heere herbeikam;aber vergeblich waren alle Anstrengungen, und Albrecht mußtesich zu einem Waffenstillstände herbeilassen (1358), in Folge dessender Bund während 25 Jahren Ruhe hatte, während der Herzogdermaßen cntmuthigt war, daß er der Schweizer nicht mehr ge-denken hören mochte.

Diese hätten sich mit den schwäbischen Städten verbindenkönnen, welche die nämlichen Feinde und Interessen hatten; aberdie demokratischen Landschaften waren auf die Städte eifersüch-tig und diese vergalten ihnen mit gleicher Münze; jene Land-schaften blieben daher vereinzelt, und als einundfünfzig rheinische,schwäbische und fränkische Städte sie aufforderten, ihrem Bundebcizutretcn, weigerten sich dessen die vier Waldstätten und er-klärten: Unser Arm und Gottes Hülfe genügen, unS die Freiheitzu erhalten.

Kibmger Fehde.

Aber es brachen auch innere Kämpfe auS, denn die Städtebegannen Krieg mit der Landschaft, die Landleute mit den Edlen,von denen sie überhaupt völlig unabhängig sein wollten, nicht blosvon diesem oder jenem. Obgleich ihr Haupcbesitz an die Habs-burger übergegangen war, besaßen die Herren von Kiburg dochnoch einige Güter, zwischen denen mitten inne das Gebiet vonSolothurn lag. Rudolf v. Kiburg, der alS Glückssoldat inLombardien gekämpft und viel Ruhm, aber wenig Geld erworbenhatte, gedachte nach der Heimkehr durch die Besitzergreifung vonSolothurn seine Vermögensumftände zu verbessern, aber seinPlan eines Ucberfalls ward verrathen und er mußte sich begnü-gen, die umliegenden Städte zu verwüsten. Aus diesem Vorgängeentspann sich nun ein Krieg, der die Tapferkeit der Schweizerund die bittere Feindseligkeit unter den Herren in Helles Lichtsetzte. Herzog Leopold von Oesterreich, der Neffe des am Mor-