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einen Bund beschworen/ von ewiger Dauer gleich Berg und Thal/sah der Bischof hierin eine feindselige Kundgebung gegen ihn undließ die zur Alpe ziehenden Heerden von Glarus wegfangen. DieHirten griffen alsbald zu den Waffen und fielen verheerend indaö Land. Der Bischof verbündete fich mit anderen Herren / daer aber sogar mit der eigenen Stadt in Fehde gcrieth/ schloß erfich an Oesterreich und überall entzündete fich des Krieges Brand,fackcl. DaS schöne Thal Schams (sex rrmire«) ward von denSchlössern Bärenburg und Fardün beherrscht; von hier übten dieGrafen von Werdenberg allen möglichen Druck über die Thal.bewohner aus/ schickten ihre Heerden in deren Aerndten/ raubtenihre Töchter. Die Gemeinden dachten nun darauf, diesen Ver.gewaltigungen und jenen Herren-Bünden Vereinigungen ihrerKräfte entgegenzustellen. Beschützt und unterstützt von dem Abtevon DissentiS versammelten sie sich zu Truns, hiengen ihre grauenMantel an die langen cisenbeschlagenen Stöcke auf, welche sie inden Fclsenboden einstießen und beschworen die gegenseitige Ver.theidigung ihrer Rechte. Mehrere Herren schloffen fich ihnen an,andere wurden hiezu gezwungen und alle kamen alSdann nochmalszu Truns zusammen (1424) und schworen Freunde und Genossenzu bleiben, Leib und Leben, Hab und Gut und ihre Krieger ge.genseitig zu vertreten und zu beschützen: Wir wollen uns bciftehenmit Rath und Thac; Verkauf und Kauf werden frei sein zwischenuns. Wir werden wachen über die Sicherheit der Straßen unddie Wahrung deS Friedens. Niemand darf fich selber Rechtschaffen, Niemand die Freiheit oder die Habe eines Andern an.tasten, sondern Jedermann muß sich an die befugten Gerichtewenden. Freiherren und Bauern, Reiche und Arme werden gleichgeachtet sein an ihrem Leib und Gut. Die freie Wahl einesAbtes von Dissentis wird nicht behindert werden; bei wichtigenStreitigkeiten werden dieser Abt so wie die vornehmsten Edlenje drei Schiedsrichter wählen, die ihrem Entscheid auf jede ihnenrecht dünkende Weise Achtung verschaffen mögen.
Dieser Bund nannte fich den grauen, oberen; ein an.derer, der den Beinamen Caddea (Onsu voi, Haus Gottes) oderGotteshaus.Bund annahm, bildete fich unter den Bewohnernvon Räzuns, TomiliaSca, Heinzenberg und der Ebene, zum Wi.verstände gegen jedwede Vergewaltigung Seitens des Bischofsund der Freiherren jener Bezirke, die selber genöthigt wurdenzum Beitritt; nachmals schloffen zu Jlanz einige der rauheften