Band 
Achter Band.
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NäfclS geschlagen (1388); darauf ward beschlossen, sortan werdealljährlich, am 1. April, aus jedem Hause in der Eidgenossenschaftein Mann sich nach Näfcls begeben, um 11 Tage dem Dankegegen Gott und der Freude über die gewonnenen Siege zu wid-men. Kam der bei diesem Volksfeste abgehaltene feierliche Um-zug an daS aufgepflanzte Banner von GlaruS, so trug man vor

allem Volke die Geschichte der großen Tage von Sempach und

NäfelS vor und nannte die Namen der Bürger, welche in diesenSchlachten für daS Vaterland gefallen waren; eine heilige Messeward für sie gelesen und das Volk dankte Gott und pries dieSchutzheiligen seines Landes, die heil. Jungfrau, St. Fridolinund St. Martinus. Die Eidgenossen benutzten ihre Siege glück-lich für die Befestigung des Bundes und neue Erwerbungen, biszu Wien (1389) ein Friede auf sieben Jahre zu Stande kam.Während dieser Zeit ordneten und festeten die Schweizer ihrenBund, in welchem das volksthümliche Element überwog, seitdemso viele Herren und Grafen theils in den Schlachten gefallen,theils das Bürgerrecht in eidgenössischen Städten genommen, oderihre Güter und Rechte dem Bunde verkauft hatten. Der Ruhmder tapfern Landleutc, welche in 5 Jahren 4 große Siege überdie Blüthe der deutschen Ritterschaft davon getragen, verbreitetesich weithin; der Name der Bewohner von Schwyz trug sich aufalle Helvetier über und aus Ehrgeiz oder sonstiger politischerRücksicht oder auch aus Neigung zu Geld und Gut kamen sienun auch auS den Thälern der Reuß und des Ticino in die lom-bardische Ebene hinab, wo sie namentlich mit den Kriegern derVisconti zu kämpfen hatten in den Landschaften an den süd-lichen Alpenabhängcn, welche später unter ihre Hoheit gcricthc».

Graubüiidncr.

Auf der andern Seite der Alpen, in Rhäticn, hatten die Ueber-reste der alten Etruskcr unter dem Schutze unzugänglicher Felsen,sich und ihre alte Sprache, Instino, erhaltend, gleichfalls Bündegebildet. Die Bischöfe von Chur waren mächtig in diesen Lan-den und neben diesen blühten die Geschlechter derer von Sax,Räzuns, die Grafen von Werdenbcrg, Monfort, Tog-genburg, während die Aebte von DissenriS gleich den Bischöfenvon Cbur RcichSfürsten waren; alle diese geistlichen und weltli-chen Herren wurden übrigens reichsunmittclbar durch den Unter-gang der Hohenstaufen. Da mehrere dieser Dynasten mit Glarus

Tank», Welkgkschickke. VIN. Zg