Band 
Achter Band.
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das von den Schweizern belagerte Bregenz zu entsetzen; aber esmußte auch der stolze Abt von St. Gallen sich beugen und unterden Schutz von Appenzell, dessen Gebictiger er bis dahin gewesen,treten, während der Graf von Werdenberg das Erbe seinesHauses wieder erhielt.

Uebrigens ward der Kampf fortgesetzt, bis endlich der KaiserRuprecht die streitende» Parteien nach Konstanz vorlud (1408);hier ward die Verbindung zwischen St. Gallen und Appenzellaufgehoben und untersagt, irgend eine der gebrochenen Burgenwieder aufzubauen; dagegen sollten dem Herzoge von Oesterreichdie abgenommenen Besitzungen herausgegeben werden, jedoch diealten Freiheiten der Städte und Landschaften in Kraft verblei-ben. Es hatte jedoch bei diesem Ausspruche sein Bewenden; erwar kaum ausführbar, denn bald (1411) trat Appenzell in dieEidgenossenschaft ein, welche übrigens darauf bedacht war, jenerLandschaft kriegerische Hitze in den Schranken der Mäßigung zuerhalten, indem eS ihr untersagt wurde, ohne die ZustimmungdeS ganzen Bundes Krieg zu beginnen.

Es kamen nun die kirchlichen Wirren auf dem Conzile vonKonstanz, und SigiSmund, der über Friedrich von Oester-reich als Beförderer der Flucht Johanns XXtl die Reichsachtverhängt hatte, stiftete die Schweizer auf zur Bekriegung ihresErbfeindes; anfänglich trugen sie Bedenken wegen deS beschwor-nen Friedens, ließen sich aber einschüchtern durch die angedrohteExkommunikation und durch die Zusprechung aller Eroberungen,die sie machen würden. Sie fielen nun auch in Friedrichsund seiner Lehnsleute Gebiete ein und konnten sich rühmen, imSchlosse zu Baden die Gemächer zerstört zu haben, in welchenAlbrecht den Plan entworfen zur Unterdrückung der Waldstätte,Leopold die Schlachten am Morgarten und bei Scmpach vor-bereitet hatte. AlS Friedrich sich mit dem Kaiser versöhnthatte, stellten sie zwar die Feindseligkeiten ein, behielten jedochihre Eroberungen als Pfand für die aufgewandten Kriegskosten.

Schlacht bei St. Jakob 1444.

Diese so offen und geradaus bei der Bildung ihrer Bündeverfahrenden, so furchtlos und kühn sie behauptenden Männerverstanden es doch nicht, unter sich Frieden zu erhalten. DieWahlen, die gemeinschaftliche Benutzung der Weiden, die Eifer-sucht, bald sogar der Ehrgeiz gaben hinreichend Anlaß zu Zwie--