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acht blutige Schlachten und die grausame Verheerung hattenHungerSnoth und Seuchen im Gefolge; aber die Deutschen zogenden Kürzern, ihrer Viele fanden in diesen Bergen ihr Grab;endlich legten sich Ludwig XII von Frankreich und HerzogLudwig von Mailand, welcher der Schweizer Soldaten bedurfte,inS Mittel, und es erfolgte ein Frieden zu Basel (1499), derdie Verbindung der Bündtncr mit den Eidgenossen anerkannte,diesen den Thurgau abtrat.
Basel und Schaffhausen, so wichtig für die Schweiz, traten1501 in die Eidgenossenschaft, welche noch 1513 Appenzcll auf.nahm, so daß sie nun aus dreizehn Kantonen bestand und außerdiesen noch sogenannte zugewandte Orte hatte, wie die StädteMühlhauscn und Bicl, WalliS, Neuenburg, Genf. Hier erhieltensich die Herrenrechte bis zur französischen Revolution im Jahr1798, wo die Schlacht bei Neueneck bewies, daß die Tapferkeit
— der fast einzige gemeinsame Charakterzug in der Geschichtedieses hinsichtlich der Thatsachen und Ideen so disparaten Volkes
— ihm noch nicht abhanden gekommen war. Nachfolgende all-mäligc Aufnahmen stellten die Einheit her in einem nichts we.niger als homogenen Körper, ohne die ursprünglichen Verschie.denheiten zu verwischen; und das aristokratische Neuenburg, dasaristokratische Graubünden, die patriarchalischen Urkantone, dasverfeinerte Genf, das oligarchische Bern, Katholiken, Lutheraner,Reformirte, Freie von Alters her, Hörige aus noch älttrcr Zeit,Burgunder, Franzosen, Deutsche, Italiener, ohne zentrale Haupt,ftadt, ohne feste Gränzen, ohne nationale Sprache, nationale Re-ligion, nationale Gesetzgebung, vereinigen sich in dieser Republikzu einem Ganzen, welches eines der merkwürdigsten Probleme,das dem Statistiker und Politiker sich darbieten kann.
Nachdem die schweizerische Eidgenossenschaft ihren Bau vollen-det hatte, wollte sie auch Unterthanen haben, und Thurgau, Velt.lin, Bellinzona, Lugano, Livinen, Mendrisio und Valmaggia be.wiesen, wie hart und schwer das Joch der Republiken! Nochbeklagenswerther war der Handel, den um die Mitte dcS fünf-zehnten Jahrhunderts die Schweizer mit ihrem Blute zu treibenbegannen (das sogenannte Rcislaufen), und dem sie noch jetztnicht völlig entsagt haben, obgleich die veränderten Militärcinrich.tungen die Bedeutung solcher Soldtruppen bedeutend verringerthaben. Sie büßten übrigens auch hart genug für daS Unrecht, ihreTapferkeit fremden und im seltensten Falle edlen Zwecken zu ver.