Band 
Achter Band.
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einigermaßen neu gekräftigt hatte, beobachtete mit Unruhe dievon Karl zu seiner Bekriegung getroffenen Anstalten; dieserhatte sich nämlich von dem verbannten Bald» in dessen Ansprücheabtreten lassen, und in der Erwartung, sie bald geltend zu machen,bedrückte er Sicilien mit um so unnachsichtigerer Härte. Dergefährlichste, weil schlaueste Feind Karls war übrigens der vonseiner Gemahlin aufgestiftete Peter III von Aragonicn; nach.dem er sich in ausreichender Weise zur Führung eines KricgcSmit Geldmitteln und Bundesgenossen versehen, that er, als be.reite er eine Landung an der afrikanischen Küste vor; und alsman versuchte, hinter seinen eigentlichen Plan zu kommen, er-klärte er: An meinem Geheimnisse ist mir so viel gelegen, daß,wenn meine rechte Hand es wüßte, ich sie mit der linken ab-hauen würde.

Vielleicht gebrauchte er den Verbannten Procida als sei-nen Agenten und knüpfte dieser unversöhnliche Feind der Angc-vinen Einverständnisse mit den sicilischen Baronen an, nicht sosehr, um dem Lande die Freiheit wieder zu gewinnen, als ihmeinen neuen Herrn zu geben. WaS das eigentliche Volk anbe-langt, so setzte eS seine Hoffnung auf den Papst, als denjenigen,welcher, indem er Karln die Krone verliehen, ihm damit auchVerpflichtungen auferlegt hatte. Aber da Nicolaus'IlI Nach.folger, Martin LV, ein Franzose und ganz in den Händen deöKönigs war, so beantwortete er der Sicilianer Klagen damit, daßer den Bischof und den Mönch, die sie ihm zugesandt, i»S Ge-fängniß werfen ließ.

Sicilische Vesper.

Inzwischen aber trieb der unerträglich werdende Druck desVolkes Erbitterung auf eine Höhe, daß sie den staatSklugen Be-rechnungen der Fürsten und den Intriguen der Großen zuvor-kam. Am dritten Ostertage (1282), als die Palermitancr zurVeSper in der Heiligen.Gcist.Kirche versammelt waren, ward einMädchen von einem französische» Soldaten, NamenS Drouct,beschimpft; die Verwandten des Opfers rächten ihre Ehre in sei-nem Blute und sein Tod war das Signal zu einer Niedermetze.lung aller Franzosen auf der ganzen Insel. Das Volk, das vonden aragoncsischen Plänen nichts wußte und noch die Idee derFreiheit von der Idee der Kirche nicht trennte, beschloß die Er.richtung einer Republik unter dem Schutze deS Papstes und

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