Band 
Achter Band.
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der Ghibellinen, diese waren gleich angesehen unter denGneisen.

Indessen bestand doch die Faction der Toriani noch fort,verstärkte sich sogar durch viele Glieder der entgegenstehendenPartei, welche die immer mehr zunehmende Macht der Viscontimißtrauisch machte. So kam eS, daß Albert Scotto, Herrvon Piacenza, sich eidlich verband mit den Langes co, den Ge-walthabern in Pavia, sowie mit den Gebictigern von Lodi, Como,Crema, Cremona, Novara, Vercelli und dem Markgrafen vonMontferrat. Mit Hülfe dieser Bundesgenossen bemächtigte sich(1302) Guido dclla Torre wieder der obersten Gewalt inMailand unter dem Jubel des Volkes, während Visconti ge-nöthigt war, in die Verbannung zu wandern, nachdem er unterdem Beistande der Ghibellinen einen vergeblichen Widerstands-versuch gemacht. Von Boten Guido's befragt, wann er nachMailand zurückzukehren gedenke, erwiderte er: Wenn die Sün-den der Torriani das Maß derer, die bei meiner Vertreibungauf mir lasteten, überschritten haben werden. In der That sahGuido auch in kurzer Zeit Scotto und die übrigen Gewalt-herren, die sich für ihn erklärt hatten, als Feinde sich gegenüber;im Volke herrschte Unzufriedenheit, Zwietracht in seinem eigenenHause.

Römerzug Heinrichs VH.

In jener Zeit aber „fiel ein gerechtes Gericht vorn Himmelhernieder auf das Blut des deutschen Albrecht"*), der Italienvernachläßigt hatte und Heinrich Vll, der Luxemburger, warsein Nachfolger. Franz v. Garbagnate, ein mailändischerEdler von der ghibellinischen Partei, der beim Sturze der Viscontihatte die Heimath meiden müssen und zu Parma durch Lehrfilm-deu seinen Unterhalt fristete, macht sich auf zu dem neuen Kaiser,um ihm zuzureden, nach Italien zu ziehen und daselbst die Machtder Ghibellinen wieder aufzurichten, ihn versichernd, er würdenicht nur diese Partei für sich haben, sondern auch die mit demKönige Robert unzufriedenen Guelfen. Und dem ritterlichenWesen Heinrichs sagte eS sehr zu, in Italien eine Autoritätzu zeigen, von der er behauptete, daß nach göttlichem und mensch.

*) Dante.