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Stuhles wenigstens zum Scheine herzustellen suchte. DaS imHerzen Italiens liegende volkreiche, handelrreibendc, auf seineUniversität mit Recht stolze Bologna machte Florenz die obersteLeitung der guelfischen Partei streitig und behauptete, wenn gleichvon Parteiungen und Rivalitäten zwischen den vornehmen Fa-milien zerrissen, seine Unabhängigkeit. Unter dem Namen derMaltravcrsi begünstigten die Gozzadini und die Becca-delli die Demokratie, welche die Scac ehest bekämpften; anderen Spitze stand Romeo Pcpoli, dem seine ererbten undpersönlich erworbenen Güter ein Einkommen von 120,000 Gold-gulden (etwa 1 V- Will. Franken) verschafften, daS er verwandte,um steh am Ruder zu behaupten, die Gerechtigkeit zu bestechenoder zu narren.
Als die Bologneser von den lombardischen Ghibellinen beiMontcvcglio geschlagen wurden, überredete sie Pepoli, sich demCardinal dcl Poggetto zu unterwerfen, der hier seinen Sitzaufschlug mit dem Hintergedanken, Bologna zur Hauptstadt seineskünftigen Fürstenthums zu machen, und bereits hatte er es auchdahin gebracht, daß ihn Parma, Reggio, Modena und andereStädte der Romagna als Oberherrn anerkannten. Kaum aberwar er bei Ferrara geschlagen (1333), als die Herren der Ro-magna sich auf allen Punkten empörten und er gezwungen wurde,mit Schmach und Gold beladen nach Avignon zurückzukehren.Bei dem Tode Johanns XXII (seines Vaters) verlor er voll.cndS alles Ansehen, Bologna selbst empörte sich und war nunabwechselnd bald demokratische Republik, bald unterworfen demThadäus Pcpoli, der endlich sich zum Herrn Bologna'S aus-warf unter der Oberhoheit des apostolischen Stuhles, dem er 8000bologn. Livr. jährlich zu zahlen sich verpflichtete. Faenza dagegen,die gewöhnliche Residenz des Grafen von Romagna und Legaten,bewahrte dem Papste die Treue.
In ihren letzten Bedrängnissen hatten sich die Florentinerder Souveränetät des Herzogs Karl von Kalabricn, Sohnes desKönigs Robert, unterworfen. Dieser Fürst war zwar mit ei-nem schönen Heere von Provcnzalen und Catalanen zu ihrerHülfe herbeigekommen, aber im Widerspruch mit dem geschlosse-nen Vertrage erpreßte er ihnen 450,000 fl. jährlich statt der sti-pulirten 200,000 fl., und nahm auch das Recht der Verfügungüber Krieg und Frieden in Anspruch, hierin übrigens unterstütztvon den Edlen, denen ein fürstliches Regiment besser zusagte als