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ungen, keinen höher« Wunsch kannte, als die Wiederherstellungder Würde des Auguftns und KonstantinuS im alten Glänze,schrieb an Karl: Vergeblich hältst du meiner Ungeduld entgegenden Umschwung der Zeiten, und du übertreibst solchen in langenPhrasen, die mich in dir eher den Geist des Schriftstellers, alsdas Gemüth eines Kaisers bewundern lassen. Was ist gegenwär-tig, was nicht auch ehemals gewesen wäre? Können denn unsereDrangsale sich vergleichen denen der Alten, als Brennus undPyrrhus und Hannibal Italien verheerten? Die tödtlichen Wun.den, welche im schönen Körper Italiens ich wahrnehme, nichtdie Natur der Dinge hat sie geschlagen, sondern unsere Vcr.weichlichung. Die Welt ist noch dieselbe, die Sonne, die Ele-menre die nämlichen; nur allein der Muth hat abgenommen.Du aber bist erwählet zu einer ruhmreichen Aufgabe; du hastdie Auswüchse der Republik abzuschneiden und sollst der Weltihre alte Gestalt wieder geben; und erst alsdann wirst du in mei-nen Augen der wahre Cäsar sein, der wahre Kaiser *). — Undals Petrarca von seiner Ankunft Kunde erhielt, da machtesich seine Freude in folgenden Worten Luft: Was soll ich sagen?Womit soll ich beginnen? Ich wünschte mir Langmuth und Ge-duld in meiner Erwartung, nun aber beginne ich mir zu wün-schen, daß ich mein ganzes Glück recht von Herzen begreife, daßich so hoher Freude gewachsen sei. Fürder seid ihr nicht mehrder König von Böhmen, der König der Welt seid ihr, der römischeKaiser, der wahrhafte Cäsar. Alles werdet ihr bereitet finden,wie ich euch vorher gesagt, Krone, Reich, unsterblichen Ruhm,erschlossen den Weg zum Himmel. Ich rechne es mir zum Ruhme,es ist mir ein Triumph, euch durch meine Worte begeistert zu ha-ben. Und nicht ich allein werde am Fuße der Alpen erscheinenzu eurem Empfange, es wird mit mir sein eine unzählbare Menge,ganz Italien, unsere Mutter, und Rom, Italiens Haupt; sie wer-den euch entgegengehen, mit Virgil singend;
Venisti tknckom, tuittjue expeetatL xarentl
Vioit iter änrum
Nun wohl! dieser glorreiche König hatte dem Papst verspro-chen, seinen Aufenthalt in Rom nicht über Einen Tag auszudeh-nen, und da er einige Tage vor der festgesetzten Zeit eintraf, be-suchte er die ewige Stadt, oder vielmehr ihre Denkmäler, uncr-
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