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Gegenwart zu Avignon. Inzwischen brach aber in Rom wiedereiner der häufigen Ausstände auS gegen den Druck der Großen;das Volk vertrieb die Senatoren (Anfangs 1343) und übertrugdie höchste Gewalt dreizehn guten Männern/ die jedoch ihre Ge-walt im Name» des Papstes ausüben sollten. An diesen gingauch/ aber jetzt im Namen deö römischen VolkeS/ eine zweite Ge-sandtschafc ab/ welche die früheren Bitten wiederholen sollte undder Cola alö der beredteste Mann unter dem Volke alS Wort-führer beigegcbcn wurde. Der Erfolg war/ daß Clemens ineinem öffentlichen Consistorium die Feier des fortan alle fünfzigJahre zu haltenden Jubiläums für das Jahr 1350 verkündenließ und versprach/ nach Beruhigung Frankreichs in Rom seinenSitz zu nehmen/ waS spätestens im Jahr deS Jubiläums geschehensollte. „Cola/ an dessen Beredtsamkeit der Papst Wohlgefallengefunden hatte'/ benutzte dieseö/ um daS Unglück seines Vaterlan-des zu schildern / wie die Stadt durch die Räubereien / Mord-thaten und Gewaltthätigkeiten jeglicher Art/ welche die Baroneentweder selbst verübten oder doch unter ihren Schutz nähmen/verödet da liege und ihrem Untergänge nahe sei. Clemens VIgerieth in heftigen Unwillen gegen die Uebelthäter/ aber derCardinal Giovanni Colonna vertheidigte seine Verwandtenund deren Partei und wußte den Papst wieder zü besänftigen.Cola fiel in Ungnade und lebte eine Zeit lang arm / ver-achtet und krank in Avignon / bis der Cardinal versöhnt warund ihm dann selbst von dem Papst die Stelle eincö NokarS derstädtischen Kammer und andere Vortheile verschaffte (April 1344).Daher nannte ihn der Papst auch später seinen Diener / dessenEifer für daS Wohl der Stadt ihm bekannt sei. Damals lernteer auch den Petrarca kennen/ welcher in Avignon bei demCardinal Colonna lebte. Cola theilte dem für Rom begeistertenDichter seine Wünsche und Pläne für die Wiederherstellung deSalten Glanzes der Stadt mit und die verwandten Gemütherschlössen Freundschaft mit einander. Cola kehrte nach Rom zurück/im Herzen nach eifriger Rache gegen die Vornehmen brütend.Sein Amt verwaltete er sorgfältig und auch äußerlich mir einemgewissen Glänze. Vermöge seines Amteö lernte er immer mehrdie Schlechtigkeit und Ungerechtigkeit der Negierenden kennen/welche damals daS Capital inne hatten / und er sah / wie sichdarunter kaum ein guter Bürger befand/ der ihn bei Verbesse-rungen unterstützen wollte. Durch Ermahnung in Rede und Bild