Band 
Achter Band.
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konnte... Sein Vermögen war gering ... Daö Gefühl fürdaö gegenwärtige Unglück und die Erniedrigung deS Vaterlandes,verglichen mit dem Glänze des Alterthums, und die Unzufrieden-heit mit den Regierenden ward zum blutigen Hasse gegen diesel-ben, alö ein Bruder Cola'S ermordet wurde und er keine Be-strafung deS Mörders erlangen konnte. Das weckte in ihm denbestimmten Gedanken, die Verfassung Romö zu ändern, die Stadtvon der Tyrannei des Adels zu befreien und Frieden und Gerech-tigkeit herzustellen. Einstweilen suchte er in seinem Kreise zuhelfen, wo er konnte, Unterdrückte, Wittwen, Waisen und Armefanden an ihm einen Beschützer, und gleichwie die Vorsteher derZünfte und anderer Verbindungen Consule hießen, so nannte ersich Consul der Waisen, Wittwen und Armen"*).

Der Gesandtschaft der Römer an Clemens Vi, bei welchersich auch Cola befand, wurde schon gedacht; die 18 Gesandten,je 6 aus den drei Ständen, sollten dem Papste, gleich seinemVorgänger, aber als Peter Roza, nicht als Papst, dieselbeunumschränkte Gewalt, welche Jener besessen, unter dem Titeleines SenatorS, Capitano del Popolo und Sindico anbieten. Zu-gleich sollten sie den Papst auffordern, nach Rom zurückzukehrenund ihn bitten, das von Bonifaz VIII angeordnete 100jährigeJubiläum wegen der Kürze deS menschlichen Lebens fernerhinalle 50 Jahre eintreten zu lassen. Mit ihren Bitten vereinigtesich die Bercdcsamkeit des gerade zu Avignon anwesenden Pe-trarca. Clemens nahm die ihm übertragene höchste Gewaltmit Vorbehalt der päpstlichen Rechte an und versprach auch dasVerlangen der Römer wegen deS Jubiläums zu erfüllen. DieStadt Rom zu besuchen, sei auch sein Wunsch, erklärte er, jedochverlange der Krieg zwischen England und Frankreich noch seine

*) Papencordt, Cola di Rienzv und seine Zeit. Besonders nach ange-druckten Quellen dargestellt, Hamburg und Gotha 184 l. Die angedruck-ten Quellen sind hauptsächlich Bliese, die theils vorn Tribun an PapstClemens VI, an Karl IV, an den Erzbischof Urnest nach Prag,an J oh. v, Neu markt, theils aber von diesen an Rienzi gerichtetfind. Der bekannte böhmische Geschichtschreiber Pelzet liest sie freisich kopirm, die Handschrift selber aber ist nicht aufzufinden, — AndereQuellen über die Geschichte des Tribuns sind: Zunächst eine von einemgleichzeitigen Römer verfaßte, aber noch nicht vollständig erhaltene Lebens-beschreibung, abgedruckt in ^»tiguit. Ital,, IH, p> 24!) n, f, — II n O sr-oe a n, Languralion äs ^Ueol Oabiieni äit <Is Ilienrii, tvran äs ktome,Varis 1738.