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der Mäßigkeit, Gerechtigkeit Klugheit und Tapferkeit, als trauerndeFrauen sitzend dargestellt, die Arme auf den Knien und damitdie Wangen stützend. Ihr Spruch war: Von jeglicher Tugendwarst du begleitet, jetzt irrst du verlassen auf dem Meere. Aufder rechten Seite deS Schiffes war eine dritte Insel, und daraufeine Frau in weißer Kleidung, die Hände zum Himmel ausstre-ckend. Sie, ein Sinnbild des christlichen Glaubens, sprach:O höchster Vater I Führer und mein Herr.' Wenn Roma unter-geht, wo finde ich einen Hort? In der oberen Abtheilung zurRechten standen vier Reihen von verschiedenen geflügelten Thie-ren, die Hörner an den Mund hielten und bliesen, als wären sieWinde, welche den Sturm aufregten und das Schiff zum Unter-gänge trieben. Die erste Reihe bildeten Löwen, Wölfe und Bä-ren mit der Beischrift: Daö sind die mächtigen Barone und vcr.brecherischen Statthalter; in der zweiten Reihe befanden sichHunde, Schweine und Rchböcke mit der Beischrift: LaS sind diebösen Rachöhcrrcn, welche den Adeligen anhängen; in der drittenReihe sah man Schafe, Drachen und Füchse, zur Bezeichnung derfalschen Beamten, Richter und Notare. Endlich in der viertenReihe standen Hasen, Katzen, Ziegen und Affen mit der Beischrift:DaS sind die Räuber, Mörder, Ehebrecher und Diebe unter demVolke. Ganz oben sah man den Himmel mit der göttlichenMajestät, wie sie zum Gerichte kommt; zwei Schwerter gingen,wie in der Apokalypse, nach beiden Seiten äuS ihrem Munde;zur Seite standen Petrus und Paulus in betender Stellung.DaS sinnreiche Bild erregte Staunen und Bewunderung unterdem schauenden Volke. — Wie hier das Unglück der Gegenwartund dessen Ursachen, so wollte Cola ein anderes Mal seinen Mit-bürgern die frühere Herrlichkeit ihres Vaterlandes vorführen.In der Kirche deS Laterans befand sich damals die berühmteBronzetafel, welche jetzt im kapitolinischen Museum aufbewahrtwird, und worauf die sogenannte L-ox UaKin eingegraben ist,vermöge deren der römische Senat dem Kaiser Vespasian daSImperium übergibt. Niemand verstand den Sinn der Inschrift,und Bonifa; VltI hatte bei der Wiederherstellung und Ver-schönerung der Kirche die prächtige Platte zum Schmucke eineöAltars gebraucht, so daß die Buchstaben verdeckt waren. Colaließ dieselbe von dort wegnehmen und hinter dem Chöre an derWand befestigen, worauf zugleich eben jene Handlung der Ueber-gäbe der höchsten Gewalt an den Kaiser in einem Gemälde vor-