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mehr sicher und floh eilig nach Palestrina, wo seine Söhne undEnkel waren. Der Tribun führte mit Strenge seine Gesetzedurch, alle Barone mußten die Stadt verlassen, auf daS Land inihre Besitzungen ziehen und zugleich die Brücken und Zugängeder Stadt, welche sie besetzt hatten, abgeben. Ferner war bei derUmwälzung besonders daS niedere Volk, Uopolo minuto, wieGiov. Villani eS ausdrücklich nennt, thätig gewesen, und dahermußten jetzt die höheren Stände der Stadt, die Richter, Notareund die größer» Kaufleute, nach der neuen Verfassung den Eidder Treue und des Gehorsams leisten. — Die Barone hakten abernur mehr äußerlich gehorcht und suchten sich unter einander zuverbinden, um die neue, ihnen Allen gefährliche Herrschaft zustürzen. Jedoch die alten Feindseligkeiten hinderten jede Einigung,und der Tribun, hierdurch crmuthigt, lud sie nun vor sich. Zuersterschien der jüngere Stcfan Colonna mit Bewaffneten aufdem Capitale, wo Cola von einer großen Menge Volkes umgebenzu Gericht saß. Dieser trat ihm dann gleichfalls bewaffnet entge-gen, und ließ sich auf den Leib deS Herrn schwören, ihn und dieRömer nicht zu befehden, Zufuhr zur Stadt zu schicken, dieStraßen sicher zn halten, keine Räuber und Ucbelthäter bet sichaufzunehmen, den Waisen und Wittwen bcizustchen, der Stadtihr Eigenthum nicht vorzuenthalten und endlich auf jeden Befehlbewaffnet und unbewaffnet zu erscheinen. Gleiches mußten daraufdie anderen Colonna, sowie die Orsini und die Savelli verspre-chen, obgleich Cola sich selbst früher dem FranceSco Savellidurch einen Diensteid verpflichtet hatte. Alle leisteten den EidauS Furcht vor dem Volke und boten ihre Personen, ihre Güterund ihre Vasallen zum Dienste der Stadt an; nur der Präfektvon Vico und die Gaetani weigerten sich zu gehorchen. AllesdieS geschah innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Umän-derung der Verfassung. — Mehrere Orte, Burgen und sonstigeBesitzungen, welche die Barone der Stadt oder den Kirchen undKlöstern entrissen hatten, wurden jetzt den rechtmäßigen Eigen-thümern wieder zurückgegeben, und daraus, so wie auS der gesetz-lich bestimmten Unterstützung der Klöster, läßt sich erklären, wiebesonders die niedere Geistlichkeit sich dem Cola immer geneigterzeigte, an seinen Handlungen Theil nahm, und er sich auf ihrgünstiges Urtheil berufen konnte. Bald darauf folgten noch stren-gere Gesetze, um den Ucbcrmuth deö AdelS gänzlich zu brechen, dieErhabenheit der Volksherrschaft auch äußerlich zu zeigen und die