Band 
Achter Band.
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dolo. Im Parmesanischen brachte Ettore (Hektor) Man-fredi 1600 Lanzen und 2000 zu Fuß zusammen unter dem Na,men der „Compagnie vom Stern"/ welche jedoch bei einem Anschlagauf Genua im Bisagno-Thale vernichtet wurde. Giov. di Azzodei Ubaldini vereinigte eine Bande in den Apenninen, anderewurden gebildet von Pandolfo Malatesti u. A./ die sich inSold gaben, wo eS Kampf und Beute gab. Es kam auch vor,daß ein einzelner Edelmann blos mit seinen eigenen Mannenauszog — man nannte einen solchen Trupp eine abgelöste Lanze(Innciu 8 p 622 ntn) —, um nach Gefallen bei diesem oder jenemSoldhcrrn Dienst zu nehmen. Oder eö ergab sich eine ganze Fa,milie diesem Abenteurerleben; so nahm z. B. im Jahre 1395Florenz der Tolomei Geschwader von 20 Lanzen, jede zu dreiReitern, in Sold.

Da diese Banden mit Einemmale entstanden und ohne allenGrund Krieg führten, war eigentlich Niemand deS Friedenssicher. Sie gebrauchten die Vorsicht, nicht zu lange in einer undderselben Gegend zu verweilen, um nicht etwa die Bewohner zueiner verzweifelten Vertheidigung anzutreiben; vielmehr suchtensie dieselben in der Hoffnung auf ihren baldigen Abzug zu er,halten. UcbrigenS hausten die Ausländer schlimmer und behaup.men sich länger, weil sie zusammenbleiben mußten und des Kriegsbedurften, um zu leben. Am gefährlichsten war eigentlich beidiesen Banden der Troß von Kundschaftern, Nachzüglern, Plün.dercrn, der zwischen Krieg und Frieden, Freund und Feind kei.nen Unterschied machte. Aber auch die eigentlichen Krieger ver,mochten selbst ihren Soldherren kein Vertrauen einzuflößen, dasie stets geneigt waren, dieselben zu verlassen, sobald sich ihnenanderweitig bessere Bedingungen darboten. Gelang irgend einUnternehmen, so verlangten sie alsbald doppelte Bezahlung undeinen vollen Monatösold. Wurde ihr Pacht nach Ablauf nichterneuert oder machte der Friede ihre Dienste überflüssig, so unter,nahmen sie Feldzüge auf eigene Faust, und waren sie dann glück.lich, so hatten sie Ortschaften zu brandschatzen, von GefangenenLösegeld zu erpressen, Eroberungen zu verkaufen. Und waren siegeschlagen worden, so hatten sie doch weniger Leute zu ernähren *).

0 Es erzählt Franco Sacchetti, 2 Minderbrüder seien zuHawkwoodgekommen und hätten ihn nach ihrer Weise begrüßt mit den Worten:„Gnädiger Herr, der Herr gebe euch Frieden", worauf ihnen alsbald