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werde schon Mittel finden ;u entkomme«/ und in der That gelanges ihm/ das Heer mitten durch die Gewässer in Sicherheit zubringen.
Im nachfolgenden Frieden (1392) ward dem FranceScoCarrara das eroberte Padua zugesprochen/ und ebensowohl demGianGaleazzo untersagt, sich in die Angelegenheiten ToSkana'S,wie den Florentinern, sich in die lombardischcn Verhältnisse ein-zumischen. Da aber der Visconti die beschworenen Bedingungenbrach, brachte FranceSco Gonzaga einen guelfischen Bund zuStaude und so entspann sich ein neuer Krieg, in welchem dieMailänder eine tüchtige Lection erhielten. Selbst nach dem Frie-den von Venedig (1398), der diesen zweiten Krieg beendigte, fuh-ren die Florentiner beharrlich fort, den Plänen des Galcazzoentgegenzuwirken, so daß dieser endlich die Hoffnung aufgab, seineHerrschaft über ganz Italien auszudehnen, und sein Strebendarauf beschränkte, sich tu Mailand zu befestigen.
Obgleich man daselbst sich gewöhnt hatte, die schon langedie Signoria von Vater auf Sohn sich übertragenden Viscontialö erbliche Fürsten zu betrachten, herrschten sie, gleich den übri-gen Tyrannen, doch nur, weil ihnen die politische Gewalt durchdie Volksversammlung anvertraut worden, während die richterlicheGewalt dem Podesta, die Verwaltung dem großen und klemmRache geblieben war. Der Podesta aber, genöthigt, sich auf eineder Parteien zu stützen, um Einfluß über die andere zu gewinnen,blieb ftetö der Knecht der die Oberhand behauptenden, also desFürsten. Unter dem Verwände der TruppenauShebung konntedieser nach Willkür Steuern ausschreiben; erlangte er die Würdeeines kaiserlichen Vikars, so übte er die königlichen Rechte aus;wurde er dann Oberhaupt oder Herr mehrerer Städte, so machteer sich leicht, da zwischen denselben kein eigentliches politischesBand vorhanden war, von allen unabhängig, er konnte sogar dieeinen -durch die andern im Zaum erhalten, denn er hatte nichtmehr nöthig, irgend einer Faktion zu schmeicheln. Brach Kriegaus, so war seine Gewalt als Heerführer vollends cme unabhän-gige, und die eroberten Städte halten seinen Verordnungen kei.nerlei Rechte entgegenzusetzen. So bildete sich eine Gewaltherr-schaft, welche zwar die republikanischen Formen bestehen ließ, siejedoch aller Bedeutung entkleidete.
Die Visconti zogen aus dem reichen Lande eine MillionDukaten, die Hälfte der Staatseinkünfte von Frankreich und Eng-Canlu, Weltgeschichte. V!II. 43