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völligen Unbedeutendheit hcrabsinken. Insbesondere Florenz, inder Mitte liegend zwischen Venedig und Mailand im Norden,Neapel und dem Kirchenstaat im Süden, schloß sich bald diesenbald jenen an, je nachdem es sür nothwendig erachtete, dasUcbcrgewicht des einen oder des anderen Theiles auszugleichen.
Es befanden sich nun die Städte deö ehemaligen Lombarden,bundes alle, bis auf Bologna, das zwischen einer despotischen undeiner demokratischen Regierung hin und her schwankte, unter derHerrschaft eines Einzelnen. Die Sesia bezeichnete die Gränzezwischen dem Mailändischen und Piemont, wo die Herzoge vonSavoyen in langer Zeit keine weitere Erwerbung machten alsdie der Grafschaft Asti. In Toskana bewahrten Siena und Luccaihre Selbstständigkcit, alles übrige erkannte die Hoheit der Flo.rentiner an; Ferrara und Modena gehorchten dem Hause Este,Mantua den Gonzaga; Urbino ging von den Montefeltroan das Haus der Rovere über; die Romagna war in eineMenge kleiner Herrschaften zerrissen. Aber der Sinn für geistigeKultur und Kunst, für die Ruhe, ohne welche jene nicht ge-deihen, war mächtig erwacht in Fürsten und Völkern, die nichtblos dem Kriege ihr Interesse zuwandten; man hegte nicht mehrblos Theilnahme für den Feldherrn, auch der Mann der Wissen,schaft und der Kunst konnte sich geltend machen. Und nun rich.tete sich plötzlich eine gespannte Aufmerksamkeit aus die Erobe.rungen der Türken, und die Einnahme von Konstantinopcl wardin ganz Italien, wie in der Christenheit überhaupt, als eine ge.meinsame Gefahr aufgefaßt, empfunden von jedem Staate undVolke wie ein eigenes Unglück.
Da faßte auch FranceSeo den Gedanken, ganz Italien zueinem Bunde zu vereinen, um alle Fremden ohne Ausnahme vonder Halbinsel fern zu halten und den Frieden im Lande zu er.halten. Und cS kam wirklich ein solcher Vertrag zu Stande(1454) zwischen Francesco, CoSmuS, den Fürsten von Sa.voyen, Montferrat, Modena, Mantua, den Republiken Venedig,Siena, Lucca, Bologna, dem Könige Alp hon S und dem Papste.Unter dem Walten dieses nach dem Bruder Simo netto ge.nannten Friedens, weil dieser Mönch ihn zu Stande gebracht,genoß Italien einer wenn auch kurzen Ruhe nach so langer undschwerer Wirrsal und konnte wieder der Hoffnung Raum gebenauf dauernden Erwerb der Unabhängigkeit und Freiheit.