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gen wurden. Ocffentliche Drangsale gereichen stets der Volks,partei zur Kräftigung, da nun jeder, weil genöthigt hinzustehenfür die Vertheidigung dcS bedrohten Gemeinwesens, die eigenenKräfte kennen lernt und ste verwerthen will. Um nun die Machtder Edlen einzuschränken, erleichterte man den Hörigen den Ueber,gang in den Stand der Freien, man nahm sie in die Communeauf oder stand ihnen bei in ihren Streitigkeiten mit den Reichen;das Nächste war dann die Aufstellung eines Capitano oder Con.servators des Volkes, der 100 Reiter und 200 Fußsoldaten zurVerfügung hatte, nicht unter den Richtern stand, aber den Priorender Zünfte, und nur diesen, verantwortlich war. Zuerst beklei-dete diese Würde (1335) Iacopo Gabrieli da Gubbio,welcher, strengen und gewaltsamen Wesens, die Edlen um desniedern Volkes willen bedrückte, darauf ausging, sie ihrer Schlös-ser in einem Umkreise von 20 Miglien um die Stadt zu berau.den, Glieder der Häuser Bardi und FreScobaldi, weil siean einem Umsturz der Verfassung gearbeitet, ächtete und sovielHaß auf sich lud, daß nach seinem Falle der Beschluß gefaßtwurde, kein Glied des Hauses Gubbio je wieder zu irgend einerMagistratur zuzulassen.
Herzog von Athen. 1342.
Unzufrieden mit dem langsamen Verfahren ihrer Behördenund über den Verlust von Lucca, übertrugen die Florentiner dieSignoria dem in ihrem Solde stehenden GauthierdeBrienne,Herzog von Arhen. Nicht dessen Klugheit, oder Tugend, oderlangbestehende Freundschaft, oder große Dienstleistungen, oder dieRächung des ihnen angethanen Schimpfes, sondern lediglich ihreweit gediehene Zwietracht*) brachten die Florentiner dazu, derHerrschaft dieses Fremdlings sich zu unterwerfen. Eben so hab-süchtig wie ehrgeizig, trachtete er die Leidenschaften und Schwächenaller Parteien auszubeuten, aber sie alle zu betrügen; selber treu-loS schenkte er Niemanden Vertrauen, und in seinem Starrsinnkannte er keine Rücksicht, kein Mitleid. Die von den Staatsgc.schäften ausgeschlossenen, aber noch immer wegen einer Macht,die sie nicht mehr besaßen, verfolgten Edlen einerseits, und diereichen Bürger, diese hochmülhigen und verachteten Vertreter derherrschenden Partei, gestachelt vom Haß und der Eifersucht des
) Brief des Königs Robert an den Herzog von Athen.