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Achter Band.
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um sich frei zu machen (1478), wenn sie auch zehn Jahre späterdiesem Joch sich wieder unterwarsen.

Die Schweizer, welche sich den Ruf der Unbesieglichkeit er-worden hatten, ließen sich blenden und verwöhnen durch den Hoch.muth, die Schmeicheleien der Fürsten, durch das Gold und denPrunk der Fremde. Daher daS Einschleichen der Treulosigkeitund Bestechung in ihren Rath, die abenteuerliche Kriegslust, diekäufliche Tapferkeit; die Magistraten machten die Angeschuldig-ten, welche sie richten sollten, zu Soldaten und endlich verkauftendie Regierungen selber ihre Truppen den Fremden. Da die Mai.länder einen Wald auf eidgenössischem Gebiet umgehauen hatten,unternahmen die Männer von Uri einen Kriegszug gegen Bellin.zona, aber Cieeo wußte sie mit Geld zu beschwichtigen und dahinzu bringen, daß sie dem Herzoge Urfehde schworen. Nun aberentband sie SixtusIV ihres SchwureS und sandte ihnen diegeweihte Fahne LeS h. Petrus, auf daß sie aufzögen zur Ver.theidigung deS Vaters aller Gläubigen und den lombardischenHerren zu Hülfe beim Werke der Befreiung Deutschlands. Undsie kamen auch im tiefsten Winker, schlugen bei Giornieo diemailändischen Truppen und erlangten einen höchst VortheilhaftenFrieden (1478).

Diese äußeren Bedrängnisse benutzend, regten sich die Oheimedes Herzogs wieder, drangen in die Stadt ein und nahmen demSimo netto, den der Herzog selber für unschuldig erklärte,Amt und Leben; zugleich verjagten sie die Herzogin, obgleich siewegen ihrer Charakterschwäche ihnen nicht gefährlich war undLodovieo Moro übernahm die Regentschaft im Namen seinesNeffen (1486). Aber dieses war nicht daS letzte Ziel seines Ehr.geizes; gestützt auf seine Creaturcn, trachtete er des Neffen sichzu entledigen, um selber die Herzogskrone zu tragen. Um diesenPlan ins Werk setzen zu können, bedurfte eS aber einer völligenZerrüttung aller Verhältnisse; zu dem Behufe rief er Karl VIIIherbei, mit dessen Zug für Italien eine neue Kette von Drang-salen beginnt.

Toskana.

Die Geschichte Toskana'S haben wir verfolgt bis zu demPunkte, wo die Florentiner sich von den Pisanern den Vorrangabgewinnen ließen durch die Erwerbung von Lucca und, als siediesen Fehler wieder gut machen wollten, an der Ghiaja geschla-