Band 
Achter Band.
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ner der Zünfte aufgehängt, wo sie noch zu sehen. — Die Floren,einer lösten die zahlreichen vom Herzoge verkauften oder vcr.schenkten festen Plätze ein; aber Pistoja, dem Namen nach einebundesgcnössische, der Sache nach eine unterworfene Stadt, folgtedem Beispiele von Florenz und verjagte dessen Capitano undBesatzung, um sich an Pisa zu ergeben, welches wieder Hauptvon ToSkana wurde; auch Arezzo, Colle und Sän Geminianogaben sich wieder eine eigene Regierung; Volterra kehrte unterdie Signoria des Ottaviano dci Belforti zurück, währendSiena seine Unabhängigkeit bewahrte und den Landadel kräftig imZügel hielt.

Vierzehn Bürger wurden mit dem Erzbischof aufgestellt alsWiederhersteller deS StaatSwcsenS; diese verfügten, daß die Edlen,weil auch sie zum Umstürze der Verfassung beigetragen, ein Drit.theil der Stellen inne haben sollten; kaum aber hatte der Adelwieder politische Rechte erlangt, alS er zeigte, daß Bescheidenheitund Maßhalten, um des allgemeinen Besten willen, ihm nochimmer fremde Tugenden waren; er wollte weder die Gleichbe.rechtigung der übrigen Bürger noch die Autorität der Magistrateanerkennen, aber in dem Maße, wie sein Hochmuth, stieg auchder Zorn deS Volkes, welches endlich gegen die illustren Familiensich erhob, deren Paläste stürmte und eine demokratische Verfaß,sung wieder herstellte. Die Großen wurden abermals auSgcschlos.sen von den Staatsämtern; aber die Bestimmungen gegen jenewurden auf die Dauer doch nicht in aller Strenge durchgeführt,weil die Geschlechter begannen, sich mit den reichen Popolaneudurch Hcirathen zu verbinden; eS wurden sogar die in einemgegen jene feindlichen Sinne abgefaßten Satzungen förmlich auf.gehoben. „Bedenke — redet der treuherzige M. V illani sei-ncn Leser an —, daß unsere Stadt in weniger denn Jahresfristgar häufige Umwälzungen durchzumachen hatte und viermal ihrRegiment änderte; vor der Signoria deS HcrzogS von Aihenherrschte nämlich LaS reiche Bürgerthum, und durch dessen Schuld,weil es schlecht regierte, verfiel man der tyrannischen Gewaltdes HerzogS; nachdem er verjagt worden, regierten Große undPopolancn gemeinsam, was aber gar kurze Zeit währte und einstürmisches Ende nahm; und nun sind unsere Regenten eigentlichdie Handwerker und gemeinen Leute. Gebe Gott, daß dieö zurErhöhung und zum Heile unserer Republik gereiche! Aber ichhege Befürchtungen ob unserer Sünden und Fehler, und weil