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seil kin, bei einem Kinde Pathenftellc zu vertreten und ermordenihn während der heiligen Taufhanblung, werden aber dafür ihrer-seits von dem Volke erschlagen (1488). Einige Zeit nachherverschwören sich die Malvezzi gegen Giov. Bcntivoglio,der in der Romagna nicht minder mächtig als Lo renzo Medic iin ToSkana, aber ihr Anschlag wird entdeckt und sie müssen amGalgen enden ober in die Verbannung wandern. Wir kennendie Erhebung dcS Cola Rienzo, dem bald Porcari in Romnachfolgte; sofort werden die Barone im Königreich Neapel andie Reihe kommen. Der Florentiner Bernardo Nardi besetztPrato, um eS alö Waffenplatz für die Republikaner zu benutzen(1470); aber nicht ausreichend unterstützt, wird er ergriffen undmit mehreren Genossen hingerichtet. Nicolo d'Este dringt inFerrara ein, um die väterliche Autorität an sich zu reißen; daaber das Volk theilnalimloS bleibt, ergreift Ercolo d'Estefünfundzwanzig der Aufständischen und läßt sie mit dem Fürstenaufknüpfen. Im nämlichen Jahre will Girolamo Ventilein Genua eine Rcvulution gegen Mailand anstiften und der Ver-such kostete ihm den Kopf. Odone Antonio Montefeltrowird zu Urbino gemeuchelt auf Anstiften eines ArzkeS (1444),Galeotto Manfredi zu Faenza durch sein Weib (1489); Gi-rolamo Riario, Herr von Forli und Jmola, Neffe und Günst-ling SixtuS !V und der eigentliche Urheber der Verschwörungder Pazzi, wird in seinem Palaste erdolcht (1488).
Diese häufigen Anschläge nährten jedoch nur den Argwohnder Tyrannen und machten sie schlimmer. Die schrecklichen To-deSstrafen, welche sie über ihre persönlichen Feinde verhängten,hatten nun sogar einen Anschein von Gerechtigkeit, alS Ergebnißeiner nothgedrungenen Vertheidigung. Lorenzo verschmähtezwar diese äußersten Mittel, aber cS ließ sich fast an, als wolltenihn seine Feinde dafür bestrafen, daß er sich nicht hatte ermordenlassen wie sein Bruder. Der Papst verdammte die Frevler, welchean einem Geweihten des Herrn sich vergriffen und ließ alsbaldim Einverständnisse mit dem Könige von Neapel und mit Sienadie Truppen ausziehen, die sie zur Unterstützung der so schmählichausgegangenen Unternehmung bereit gehalten, und erklärte denKrieg nicht der Republik Venedig, sondern dem Lorenzo, „demSohne der Gottlosigkeit, verfallen der Verdammniß". So un-versehens angegriffen, während die Condottieri von den Feindengewonnen worden, die Stadt in großer Bedrängniß und die Bür-
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