Band 
Achter Band.
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deutlichen Beweis von Vertrauen gerührt/ läßt sich der Königbereit finden / in Friedensuntcrhandlungen einzugehen, wodurchseine Verbündeten genöthigt werde«/ auch ihrerseits die Feind-seligkeiten einzustellen / bis endlich der durch die Annäherung derTürken erschreckte Papst den Florentinern seinen Segen spendet.

Es bewährte sich auch in diesem Falle die alte Erfahrung/daß in Folge deS mißlungenen Versuches/ ihn zu stürzen/ Lo.renzo'S Macht und Ansehen sich nur desto mehr befestigte / insbe-sondere als es ihm noch ferner gelang/ einen Frieden abzuschlie-ßen/ den zu Stande zu bringen Räthe und Gesandte sich langevergeblich bemüht hatten. Man räumte ihm eine fürstliche Ge-walt ei« / die er dazu gebrauchte/ sein Haus in der errungenenStellung festzusetzen/ nicht aber durch Verletzung der Verfassung/sondern vielmehr durch deren Kräftigung. So berief er eineneue Balia/ um eine gesetzgebende Magistrats einzusetzen/ diebisher gefehlt hatte. Sie sollte neben den aus dem Amte trc-tenden Gonfalonieren aus 70 Bürgern bestehen und über alleöffentlichen Angelegenheiten eonsultirt werden, bevor die anderenBehörden darüber beriethen; ferner wurde die Besetzung aller

meinem und meines Bruders Blute, durch mein Einschreiten ende undich wünscke nichts anderes, als daß mein Leben oder mein Tod, das Guteoder das Böse, was mir widerfährt, stets zum Heile der Stadt gereiche.Ich werde darum mein Vorhaben ausführen: gelingt dasselbe nach mei-nem Wunsche und nach meiner Hoffnung, so werde ich mich höchst glück-lich schätzen, meinen, Natcrlande Nutzen gebracht und zugleich mein Lebengerettet zu haben. Sollte mir aber ein Unglück zustoßen, so würde ichdarob minder bekümmert sein, da es der Stadt zum Vortheile gereicht,wie dies dann nothwendig der Fall sein muß. Denn in der That, wollenunsere Gegner nur mir etwas anhaben, so begebe ich mich nun freiwilligin ihre Gewalt; haben sie aber einen andern Gedanken, so wird mannun es erfahren, und es scheint mir nicht zweifelhaft, daß alle unsreBürger sich der Vertheidigung der Freiheit widmen werden; und mitGottes Hülse wird dieselbe sodann vertheidigt werden, wie es stets durchunsre Vater geschehen. Mit diesem tröstlichen Gedanken reise ich, undohne irgend ein anderes Bedenken als nur das Wohl der Stadt. Ichbitte Gott, er wolle mir die Gnade erweisen, daß ich thue, wozu jederBürger gegen sein Vaterland verpflichtet ist. Ich empfehle mich euch,erlauchte Herren, in aller Demuth. Zu Sän Minial», den 7. Dezem-ber awooci^xxix.

Einer erlauchten Signoria guter und gehorsamer Sohn und Diener

Lorenzo dei Medien"