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auf Andringen der Barone mit Jakob III von Aragonien, demTitularkönige von Majorka, dem sie jedoch weder den Namen(er nannte sich Herzog von Kalabrien) noch die Gewalt einesHerrschers gestattete; er lebte sogar fast beständig in Spanienund starb (1375), ohne sie zur Mutter gemacht zu haben.
Johanna zählte jetzt fünfzig Jahre, alle ihre Kinder warentodt; ihre Schwester Maria, welche nach ihrem Beispiele sichgleichfalls dcS Gatten entledigt hatte, hatte nur drei Töchterhinterlassen; eine derselben, Margaretha, bestimmte die Koni.gin zu ihrer Nachfolgerin und vermählte sie mit Karl v. Du-razzo, dem Sohne des Enthaupteten, der Ansprüche auf dieungarische Krone erhob (1370). Vertraute Beziehungen zwischenihm und Ludwig dem Großen flößten der Königin Argwohnein, so daß sie sich zu einer vierten Ehe mit Otto v. Braun-schweig (1376) entschloß. Da sie sodann durch Parteinahmefür Clemens VII zum AuSbruche deS großen abendländischenSchiSma'S beitrug, that sie Urban VI in den Bann, krönteden Karl v. Durazzo zum Könige von Neapel und veranlaßteihn zum Kriegszuge gegen Johanna (1380). Diese wählte nunLudwig I von Anjou, Sohn Johanns II von Frankreich,zu ihrem Nachfolger und Clemens VII errichtete für ihn ausdem Kirchenstaate, mit Ausnahme des Parrimonium Pelri und derCampagna von Rom, das Königreich Adria. Aber eS verhinderteihn der Tod seines ValerS am Zuge nach Neapel; währendKarl, für den Urban VI die Schätze der Kirche aufgewendet,ja seine liegenden Besitzungen verpfändet hatte, in Neapel ein-rückte (1381), unter dem Beistande dcS durch die Ucberlassungdes Thrones an einen französischen Prinzen entrüsteten, nochmehr durch die Anhänger KarlS und des Papstes aufgewiegel-ren Volkes Johanna in seine Gewalt bekam, und auf die Nach-richt, daß Ludwig v. Anjou Anstalten zu ihrer Befreiungtreffe, sie erdrosseln ließ (1382). So endete diese Königin,welche nach einer leichtsinnig, ja verbrecherisch verlebten Jugendsich großherzig, wohlmeinend und gütig bezeigt hatte.
Karl m.
Ludwig wäre gerne in der Provence geblieben, um sich indiesem besten Theile deS Erbes festzusetzen, aber der Papst drangin ihn, nach Italien zu gehen, wo er den Königstitel führendzwei Jahre lang mitKarln III kriegte. Sein Gegner vermied