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aber sorgfältig jeden Kampf in der richtigen Berechnung/ daßNoth und Krankheit deS Feindes Heer und Mittel erschöpfenwürden; in der That ritten bald des HerzogS erste Ritter aufEseln und er selber / der all sein Geräthe und am Ende sogardie Krone verkaufen mußte/ starb in äußerster Bedrängniß zuBari am Fieber (1384); der kleine Ueberrest seines Heeres suchtebettelnd oder raubend nach der Heimath zu gelangen. Von sei-nem vornehmsten Feinde befreit/ zerfiel nun aber Karl mitUrban VI, weil er dem Neffen desselben/ im Widersprüche mitdem bei seiner Krönung geleisteten Verspreche»/ nun daS Für-stenthum Capu«/ daS Herzogthum Amalfi und andere Güter vor-enthielt. So kam eS zu Kriegen und Excommunicationen/ dieder Welt ein Aergerniß/ ihm aber große Verlegenheiten bereitete»/bis er/ von einer Partei nach Ungarn berufen/ daselbst in einemTumulte den Tod fand (1386).
Wladislaw.
Sein Sohn Wladislaw/ ein Kind von zwölf Jahren/ward zum Könige ausgerufen/ aber die französische Partei stellteals Gegenkönig ein anderes Kind auf/ Ludwig 11/ den Sohndes Herzogs von Anjou/ dessen Mutter und Vormünderin/ Mariav. BloiS/ sich fast der ganzen Provence bemächtigte. Auch dieNeapolitaner/ unzufrieden mit KarlS Wittwe/ der Rcgentin/welche die Habsucht ihrer Günstlinge nicht zu zügeln versuchte/erhoben sich zu Gunsten Olto'S v. Braun schweig/ welcher/dem Papste Clemens VII unbedingt ergeben/ die Hauptstadtim Namen deS angevinischen Fürsten besetzte. Unter diesen Wir.ren gehorsamen die meisten Großen weder dem einen noch demander» Prätendenten/ die beide cxcommunizirt wurde»/ und daSReich verfiel in Anarchie. Ludwig 11/ zu Avignon gekrönt/wird unter freudigcn'Zurufen empfangen (1391) / aber nichtsdesto weniger wird er bald gezwungen/ dem Wladislaw gänz-lich daS Feld zu räumen.
Dieser/ erwachsen unter den Gefahren und Stürmen derBürgerkriege/ zeigte bei großer staaHmännischer GewandtheitEntschlossenheit und Muth; in der Politik nicht minder treulosals Gian Galeazzv/ aber noch ehrgeiziger als dieser/ hatteer sich Friedrich 11 zum Vorbilde genommen und dessen Ruhmzu erlange»/ war daS Ziel seines Strebens. Owsru-, umnifiil war sein Wahlspruch. Nachdem er auch die ungarische
s a ntu / Weltgeschichte. VUl.