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die sicilische VeSper folgenden Krieges so übermüthig und mächtig,daß sie unter Peter II (1337—42) die Erblichkeit der oberstenStaatsämter durchsetzten und daß jede Familie mit ihrem Anhangebürgerlicher Klienten sich zum Mittelpunkte von Parteien machte,die offen sich befehdeten unter dem Namen und der Führung derAlagona und der Chiaramonti, der Palizzi und derVcn-timiglia.
Friedrich der Einfältige. 1355.
Heftiger noch entbrannten diese Kämpfe unter Ludwig, derals fünfjähriges Kind dem Vater folgte, und unter seinem 13jäh-rigcn Bruder Friedrich II (III). In diesen Wirren stürzteendlich das ganze von Friedrich 1 (II) aufgerichtete Staats-gcbäude zusammen, so daß kaum mehr eine Centralregierung be-stehen blieb. „So furchtbar stieg die Wuth dieser Parteiuugcn,daß, wo die Faktionen an einander trafen, sie sich ohn' Erbarmenwie wilde Thiere erschlugen, einander Fallen stellten und sichverriethen, mit Feuer und Schwert unausgesetzt ihre Güter gegen-seitig verwüsteten, und dermaßen ward der Anbau des Landesvernachlässigt, dermaßen daS Erzeugte aufgezehrt, daß diese Insel,einst eine unversicgliche Quelle jeglichen Uebcrfiußes, in die Lagekam, daß aus Noth und Elend ein großer Theil ihrer Einwohnerin ganzen Familien nach anderan Ländern auswanderten" (M.Vil-ani II, 61). Diese traurigen Zustände in Sicilien benutztendie Könige von Neapel, um ihre nicht aufgegebenen, nur aufge-schobenen Ansprüche wieder geltend zu machen, und Johanna I(1350) besetzte Messina, dieser Stadt versprechend, sie zur Haupt-stadt von Sicilien zu erheben: aber Ch iaramonti und Ven-timiglia vereinigten sich zur Vertreibung der Neapolitaner ausMessina und diese ließen sich zu einem Frieden herbei, der jedochdie Tributpflichtigkeit der Insel stipulirte.
Friedrich II hatte nach salischer Weise die Erbfolge derAgnaten unter Ausschließung der Weiber festgesetzt. Nun aber(1377) erkannte der Papst Friedrichs III einzige Erbin Ma-ria als Thronfolgen« an. Anfänglich widersetzte sich dem Petervon Aragon, gab aber dann seine Zustimmung zur Vermählungder sicilischen Königin mit seinem Neffen Martin.
Martin II. der Alte. l409.
Da aber beide kinderlos starben, folgte ihnen MartinsVater, der gleichnamige König von Aragon, so daß Sicilien zu