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seine Pläne auf Korsika und das Königreich Neapel zu verdecken.Dieses letztere nahm er in Anspruch als Adoptiverbe von Io.Hanna II, aber auch Rene, der Bruder Ludwig III, machtediesen Anspruch geltend. Die Einwohner nahmen Partei für deneinen oder für den andern Kronprätendenten, die dadurch dieKrone zu verdienen suchten, daß sie mir einander wetteifernd demLande möglichst viel Böses zuzufügen suchten. Das von AlphonSbelagerte, von den Genuesen vertheidigte Gaeta ward aufs Aeu.ßcrstc gebracht, und als die ausgehungerte Stadt die Greise,Weiber und Kinder hinauSsandte und man ihm riech, sie zurückzu treiben, um desto rascher die Stadt zur Uebergabe zu bringen,antwortete er: Besser ist's, Gaeta nicht zu haben als die Mensch,lichkcil zu verläugnen, und gewährte jenen Obdach und Nahrung.Aber Genua'S Flotte, die damals dem Philippo Maria Bis.conti gehorchte, schlug die aragonische Seemacht bei der InselPonza*) und nahm den König selber gefangen, der mit zweiBrüdern und wohl 100 spanischen und sicilischen Großen nachMailand geschickt wurde (1435).
Dieser AlphonS hatte die Bibel und ihre Auslegungenvierzchnmal durchgclcscn und führte beständig Stellen daraus imMunde, täglich hörte er drei Messen, zwei stille und eine gesungene,
') Diesen Sieg, den SiSmoudi „den wichkigften, den ruhmreichsten, wel-cher in diesem ganzen Jahrhunderte im Mittelmecre erfochten wurde",nennt, verdankten die Genuesen einer Kriegslist, die säst kindisch erscheintzu einer Zeit, welche bereits die Artillerie kannte. „Man kämpfte (sagendie neapolitanischen Chronisten, kor. ItnI. 8oript. XXI, 1101) mit Seife,Oel, kleinen irdenen Töpfen, Kalksteinen, welche man von den Mastbäumenund Stangen auf die feindlichen Schiffe warf, so daß man einander nichtsah und es sich begab, daß sie auf die ihrigen losschlugen, in der Mei-nung, es seien Feinde." Deutlicher drückt sich Giov. Cavalcanti aus:„Das von den Genuesen gebrauchte Mittel war außerordentlich sinnreich;sie führten eine ungeheure Menge von irdenen Gefäßen und Krugen nach,die sie mit lebendigem Kalk und scharfer Asche füllten; beim Beginn desGefechtes stellten sie sich dann so anf, daß sie den Wind zur Seite, dieFeinde ihn aber im Gesichte hatten. Die Genuesen bedienten sich nichtminder ihrer Töpfe als der Waffen und die Feinde wurden in's Gesichtgetroffen von der glühenden und brennenden Asche, die der Wind ihnenzuwehte; da ohnehin die Poren geöffnet waren durch die Erhitzung undAnstrengung der Schlacht, verursachte ihnen diese Kalkasche einen soempfindlichen Schmerz, daß sie ihre Waffen sinken ließen und jeder nurdamit beschäftigt war — sich die Angen zu reiben."