Band 
Achter Band.
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wieder in's Leben, schloß sodann für sich Frieden, die Vcnetianerihrem Schicksale überlassend, worauf diese, da sie sich verrathensahen, sich nicht scheuten, die Türken einzuladen zu einem An-schlage auf die italienischen Gebiete, welche ehedem DependenziendeS Ostreiches gewesen. Der Großvisir Ahmet.Djedik (Zahmbrechcr) landete bei Otranto, dessen Eroberung (1480) 12,000Menschen das Leben kostete; 10,000 schleppte er in die Sklavereiund zog unter Zurücklaffung einer Besatzung ab, um mit große-ren Slreitkräften zurückzukehren. Man begreift die BestürzungItaliens; der Papst bereitete sich zur Flucht über die Alpen,indem er dringende Aufforderungen zu den Waffen ergehen ließ;beim Tode Muhammeds gab jedoch die türkische Besatzung zuOtranto die Hoffnung auf, Verstärkung zu erhalten und übergabden Platz (1481). Statt nun aber mit den andern StaatenItaliens sich zu vereinigen, um Maßregeln zu treffen, das Landvor wettern Angriffen der Türken zu schützen, rächte sich Fer-dinand an den Venetianern, indem er seinen Schwiegersohn,Ercole d'Este, Herzog von Ferrara, veranlaßte, ihren Handelauf dem Po zu stören. In solcher Weise dienten niedrige undschlechte Leidenschaften dazu, Bündnisse zu schließen oder Feind-schaften hervorzurufen.

Verschwörung der Barone. 1-t8ä.

Ferdinands Strenge gegen die übermüthigen Barone, seineGrausamkeit und seine Habsucht, in Folge deren er sich nichtschämte, schmutzige Monopole auszuüben, hatten ihn, das über-müthige Wesen und die Härte seines Sohnes Alphons, HerzogSvon Kalabrien, noch mehr diesen allgemein verhaßt gemacht.Der letzte ließ den Pietro Lallo, Grafen von Montorio, in

Küste zu gehen; hier trieben sie Blasphemien mit einem Kruzifix, war-fen es dann ins Meer, indem sie die schrecklichsten Verwünschungen ans-pießen und vom Himmel, Erde und Meer Sturm begehrten. Zu gleicherZeit hatten die Priester einem Esel die Gebete der Sterbenden vorgesagt,reichten ihm die Communion, feierten seine Obsequien und begruben ihndann lebend Vor der Kirchthüre. Da Plötzlich umwölkte sich der Himmel,ward das Meer unruhig, verfinsterte sich die Luft, zuckten Blitze hernie-der und brüllte der Donner, während der Regen in Strömen sich ergoß.Es war aber die Beste nun hinreichend mit Wasser versorgt und Fer-dinand mußte abziehen. — Zu ähnlichen Nöthen pflegten die Magierdes heidnischen Roms einen Mann und ein W'eib lebendig zu begraben