Band 
Achter Band.
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gung die Italiener jener Zeit beklagen wollte/ jie für unglücklichhielte, würde verrathen, daß er zwischen den Deklamationen derRhetorcn und der thatsächlichen Wirklichkeit keinen Unterschiedzu machen- weiß. Jene Zeit erscheint so überaus reich an Leiden,einmal weil sie alle getreulich berichtet werden, dann auch weiljene Menschen noch fern waren von jener apathischen Verbum,pfung, die das Mißgeschick als eine Nothwendigkeit hinnimmt,das lautlose Dulden als eine Tugend betrachtet, eine Gewalt-Herrschaft, die wenn nicht quält so doch erniedrigt, für Friedenhält. Anderseits verschaffte dieses bewegte Leben häufigen Anlaßzur Uebung der Kräfte des Willens und deS Verstandes, unddarin liegt ja doch eben ein wesentlicher Tbeil des menschlichenGlückes. Wer wird den Florentinern seine Bewunderung ver-sagen,. sieht er sie in ihren Waarcnhäusern mit dem Wägen derWolle, dem Messen der Stoffe beschäftigt, dann in der Raths-versammlung Versuche anstellen mit allen Formen der Verfassung,im Innern sich ausgezeichnete Magistrate geben, inS AuSlandgewandte und kluge Staatsmänner senden, mit Waarenballen kost.bare Handschriften empfangen, Briefe abschicken an den Krämerund den berühmten Gelehrten, ins Hauptbuch eintragen nebendem Soll und Haben die Geschichte deS Vaterlandes und derWelt, die doppelte Buchhaltung, die arabischen Zahlzeichen, dieAlgebra einführen?

Statistik.

Die Italiener schufen die Wissenschaft deS Reichthums undseiner Vertheilung, sie maßen die Macht ihres Landes, die Mittel,welche ihm die Uebcrlegenheit über seine Nebenbuhler verschaffenkonnten; zuerst unter allen Völkern begannen sie ganz Europaunter dem Gesichtspunkte cineö ausgebildeten Systems zu betrach-ten, dessen einzelne Theile hinsichtlich ihrer Kräfte und Machtsich im Gleichgewichte zu erhalten hatten. „Einige Rechenschafts-berichte ihrer Dogen oder Podesta, sagt Blanqui*), stellen sichwürdig neben die am vorzüglichsten abgefaßten Botschaften deramerikanischen Präsidenten." Die Florentiner verlangten vonihren Geschäftsführern ausführliche Berichte über die Länder, in

Histoio« >Ie I'ooonomio xolitigue, Intooä. Das Nämliche gilt von denvenetianischen Gesandtschastsberichten deS Mittelaliers. Vergl. A. Reu-mont. D. B.