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Bürgerliche, andere nur für Edle bestimmt. Nach seiner Ankunftberief der Consul alsbald die Vicrundzwanzig, in deren Beiseiner den Schwur leistete und sofort zur Erneuerung deS großenRathes und zur Neubesetzung der verschiedenen Aemter schritt.Da§ Verwaltungswesen leitete er unter dem Beistande des gro-ßen Rathes, ohne welchen er weder Steuern auferlegen, nochaußerordentliche Ausgaben machen konnte. Zu seinem eigenenVortheile durfte er kein Handelsgeschäft unternehmen, überhauptkeinerlei Anordnung treffen, auch keine Geschenke annehmen.Der von der Regierung aus der Reihe der genuesischen Notaregewählte Notar redigirrc die Urkunden und versah sie mit demstädtischen Siegel.
ES war somit das Institut deö h. Georg während einer ge-wissen Periode Handelsbank, Steuerkasse, Pachtanstalt für dieErhebung der Gefälle und eine politische Herrschaft zugleich.
Mitten im nimmer ruhenden Parteigetriebe, das die Frei-heit wie die Tyrannei und die Verwirklichung jeder höhern Ideeunmöglich machte, war es allein der Handel, dem irgendwie be-deutende Schöpfungen im Sinne der Ordnung und der Kulturgelangen. Als die Staatsschulden einen hohen Betrag erreichthakten, wurde die Souveränetät deS h. Georg in Genua und derGiustinianizu Sktos der Bank verpfändet, so daß man auf demWege zu einer Regierung von Kaufleuten schien. Die Bank desh. Georg bestand fort, selbst nachdem Betrieb und Wege desHandelS sich wesentlich umgestaltet hatten; sie ging durch diePlünderung der Franzosen im Jahr 1800 unter, nachdem sie ausder ihr durch die Oesterreichs im Jahr 1746 bereiteren Krisiswenigstens ihr Bestehen gerettet hatte.
Leihhäuser.
In dieser Periode wurden auch die Leihhäuser eingerichtet,um die eines Darlehens bedürftigen Personen vor den Händender Wucherer zu bewahren. Das erste Leihhaus wurde im Jahr1477 zu Perugia gegründet und es wurde hier für die Darlehenein so geringer Zins erhoben, daß er kaum die Vcrwaltungskostendeckte. Sixtus tV bestätigte die Errichtung einer solchen An-statt zu Viterbo (1499) und beschenkte auch seine VaterstadtSavona mit einem Leihhause; bald folgten Ccscna, Mantua, Flo-renz, Bologna, Neapel, Mailand, Rom diesem Beispiele, welcheszunächst die gewerbflcißigen Städte Flanderns und dann die