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Achter Band.
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Waffen wurden mit großer Sorgfalt gefertigt und in der jährli.chen Versammlung besichtigt. Wer die erste Nachricht von einemfremden feindlichen Einfalle brachte, erhielt drei Mark vom Kö.nige und eine von jeder Stammesgenossenschaft; war er verbanntgewesen, so durfte er heimkehren. Unausgesetzt Tag und Nachtwurde die Nachricht durch drei ansehnliche Männer vermittelsteines von Hand zu Hand gehenden Pfeiles verbreitet. Wer ihnsah, Freier oder Leibeigener, wußte, daß er zum allgemeinen Ver.sammlungSorte geladen sei. Große Vorsichtsmaßregeln waren fürden Fall eines befürchteten feindlichen Einbruches anbefohlen.Denen, die an Strcifzügen Theil nahmen, waren Vorrechte zu.gestanden, und jedes gerichtliche Verfahren gegen sie wurde auf-geschoben. Die Geistlichkeit war von den Abgaben frei, welchealle übrigen zahlten; jeder Bezirk war verpflichtet, eine gewisseAnzahl von Schiffen bereit zu halten.

Erich II, des MagnuS Sohn (1280), wurde „Priester,feind" genannt wegen seiner häufigen Streitigkeiten mit demErzbischofe und seiner Mißachtung der Interdikte. Die Mißhcl.ligkeiten lösten sich indeß freundlich. AlS er alle im baltischenMeere zu findenden Schiffe der Hansestädte für gute Prise er.klärt hatte, weil der Bund die Dänen, seine Feinde, unterstützte,erklärte ihm derselbe den Krieg, schnitt den Gctrcitehandcl ab,zwang den König dadurch zum Frieden, zur Leistung eines Er.fatzeS der zugefügten Schäden, zum Eintritt in die Verbindungselbst. AlS der Stamm der Unglinger in Norwegen erlosch,wußte Margarethe, Erbin von Dänemark, vor allen andernMitbewerbern den Vorrang ihrem Sohne Olaf zu verschaffen,welcher dann die beiden, seit langer Zeit feindlichen Königreichevereinigte (1376); freilich war dies keine wahre Vereinigung,weil in Dänemark die Wahl, in Norwegen der Erbgang galt.AlS Regcntin deS Königreichs suchte Marg areth e sich Freundezu machen und den Krieg zu umgehen, und verband sich mit denHansestädten. Nach Olafs frühem Tode wurde sie zur Für-ftin und Beschützerin von Dänemark erwählt, ein ungewöhnlichesVerhältniß im Norden, das sie lediglich dem Rufe ihrer Tugendund Gcschicklichkeit verdankte (1387). Zu gleicher Zeit bestiegsie vermöge Erbrechts den Thron von Norwegen, und ließ ihrenNeffen Heinrich, Sohn WratiSlawS lli von Pommern, zuihrem Nachfolger ernennen (1389). Albert, König von Schwc.den, wollte ihr die beiden Königreiche bestreiken, zu seinem Scha-