Band 
Achter Band.
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Thron als Erich X und scheint der erste wirklich gekrönte Kö.nig gewesen zu sein (1210).

Durch Absteht oder Zufall wurden fortan die Könige Wechsels,weise in den Familien des heilige» Erich und Swerk ers ge-wählt. Als beide erloschen, folgte das Geschlecht derFolkungermit Waldemar I (1250). Für den kaum Zwölfjährigen re.gierte sein Vater Birg er mit großer Klugheit, befestigte dieGränzen, baute Straßen und Herbergen, verbesserte die Rechts,pflege durch Abschaffung der Ordalien, schränkte die Leibeigen,schaft ein, baute Stockholm, um den Eingang des Mularsec's fürdie russischen und esthländischen Seeräuber zu schließen, und gabdieser Stadt eine Verfassung, welche neue Einwohner anlockteund die Grundlage des Gemeinderechts in Schweden wurde.

Aber die drei Brüder deS KönigS waren zu reichlich ausge-stattet, oder vielmehr war das Reich unter sie getheilt, in derWeise, um daraus einen BundeSstaat zu machen. Waldemarwurde deshalb eifersüchtig, um so mehr, als jene, die vermuth,lichen Erben, fortdauernd in der Meinung des Volkes stiegen,während er in derselben sank, sowohl wegen seines stolzen Ver.Haltens seiner Gattin Sophie von Dänemark, als in Folge sei-ner strafbaren Liebe zu seiner Schwägerin, der Nonne Judith.Er hoffte sein Unrecht durch eine Pilgerfahrt nach Jerusalem(1272) abzubüßen und durch seine Gefügigkeit gegen die Geist,lichkeit, welche auf den Grund ihrer Freiheiten der königlichenGerichtsbarkeit entzogen war. Doch brach endlich der Kriegunter den Brüdcrn auö; der unfähige Waldemar erlag (1276),und begnügte sich mit einem Leben in der Verborgenheit und derLiebe einer Dänin.

Sein Bruder MagnuS 1 regierte ohne Widerspruch underhielt den Beinamen LaduloS — Schloß — weil die öffentlicheSicherheit unter ihm so groß war, daß man nicht nöthig hatte,die Thüre zu schließen. Er machte sich bei der Geistlichkeit undbeim Volke beliebt. Als Gegengewicht den Großen, als Spornfür den Ehrgeiz der Inländer berief er zahlreiche Fremde zu denobrigkeitlichen Aemtern; die noch übrigen Glieder des unruhigenFolkungschen Geschlechtes tilgte er auö. Auf der Synode vonTalga bewilligte ihm die Geistlichkeit, in Anerkennung seinerDienftwilligkeit gegen die Kirche, eine Abgabe von den geistlichenGütern zur Bezahlung seiner Schulden, und excommunieirte jeden,der sein Leben oder seine Krone antasten werde. Auf der andern