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und Ucberredung zum Empfange der Taufe zwang. Da hiebman die heiligen Haine nieder, tödtcte die Schlangen, welche.alSHauögottheitcn in den Läufern gehalten waren, verbrannte daSBild dcö GottcS PcrkunaS, warf da§ ewige Feuer inS Wasser,und die Völker, welche das eine für unzerstörbar, daö andere fürunauslöschlich angesehen hatten, wandten sich dem mächtigerenGölte Jagello'S zu. Er aber, dem die heilige Taufe den Na-men WladiSlaw gegeben hatte, zog selbst predigend umher,lehrte die vielleicht einzigen Gegenstände seines christlichen Wis-scnö, daS Vater unser und daS Glaubensbckcuntuiß, diente denGlaubenSbotcn alS Dolmetscher und gab allen denen, die in ganzenSchwärmen zur Taufe kamen, einen christlichen Namen undein weißes Gewand von wollenem Stoffe, und dieses Geschenkwar ein mächtiges AnzichungSmirtel nicht allein für die Heiden,sondern auch für viele schiSmatische Griechen. Eine Kathedralewurde in Wilna errichtet zu Ehren dcS heiligen StaniSlauS,deS gemeinsamen Beschützers der Polen und Litthauer, und derHochaltar wurde auf denselben Platz gestellt, wo kurz zuvor daSheilige Feuer stammte.
Die Polen gaben dem Barbaren den Vorzug vor dem Deut-schen und nahmen Jag ello zum Könige an (1386), dessen Ge-schlecht von nun bis 1572 über sie herrschte. Bei seiner Thron-besteigung bestand Litthauen aus den Palannate» Wilna, Troki,Podlcsicn, Schwarz-Rußland, Weiß-Rußland, Samoginen, Pod-lachien, Kiew, Sevcrien, einem Theile von Polen und vonVolhynicn, mit einer Gesammtobcrfläche von 8867 geographischenQuadratmeilen. AlS dazu Polen gefügt war, mit einem Flächen-inhalte von 4057 Quadratmeilcn, besaß WladiSlaw V einenStaat von der Größe dcS österreichischen KaiscrrhumS unter Hin-zufügung der Nomagna. Lttthauen und Polen wurden von ihmfür immer vereinigt*), unter der Bedingung, daß zwischen demAdel beider Länder kein Unterschied gemacht werde, daß gemcin-
*) Schlözer: Geschichte Von LNthanen. 1785. Er folgt dem M. Strpi-kowski, Geheimschreibcr von SigiSinnnd August und Eanonicuszu Mjedniki in Sanwgitien, der im Jahre 1582 eine polnische, litthauische,russische, Preußische, tariarische Chronik veröffentlichte, aus welcher wiederder Wilnaische Jesuit, Albert Wijnk Kosalowicz, seine „litthauischeGeschichte", latein., 1850, 6!1, schöpfte. S ch! ö ; e r war auch Herausgebervon Nestor. — Thnminans, Untersuchungen über die Geschichte der«glich europäischen Völker.