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Achter Band.
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(Tamerlan) zu begegnen. DcmetriuS dachte jetzt an Hei-lung der Uebel und Befreiung deS Vaterlandes. Er baute denKreml, Rußlands zukünftigen Herrschersitz und Heiligthum. Undunter ihm begann die Erbfolge nicht nach Maßgabe des nächstenVerwandtschaftsgrades, sondern linienweise zu geschehen. AlS je-doch sein Sohn Wassili 11 alle Fürstenthümcr zu vereinigensuchte (1389), brachte die Annäherung Timur-Lengs, desSiegers über Tokta misch, neue Schrecken. Dieser aber zogsich freiwillig wieder zurück, sich gegen die Mongolen wendend,und trug so zur Befreiung Rußlands bei.

Wassili 111, während einer Regierung voll unaufhörlicherStürme, sogar verstümmelt und erblindet, vermochte doch dasganze Rußland unter sich zu vereinigen (1-125) mit einziger AuS.nähme der von den Litthaucrn besetzte» Landstrecken, und ebneteso dem wahren Gründer der Monarchie, seinem Sohne Iwan 111(1468) die Bahn. Von diesem verlangte Achmet, Khan dergoldenen Horde, Tribut. Die Sendung eines Heeres diente ihmzur Antwort. In Verbindung mit den Nogaiern*) wurde er an.gegriffen, fiel im Handgemenge und mit ihm endeten die Khansvon Kaptschak.

Bis zu jener Zeit war Rußland roh und erniedrigt, hattealles Gefühl von Würde hingegeben, um sich den niedrigsten Rän.ken zu widmen. Die LeibcSstrafen wurden vermehrt und doch gabeö keine Sicherheit auf den Landstraßen, keine Freiheit im Volke.„Wenn zwei Jahrhunderte der Knechtschaft", sagt der russischeGeschichtschreiber Karamsin, nicht jedes Sittlichkeitsgefühl,jede Liebe zur Tugend und zum Vatcrlande bei unseren Vorfah-ren zerstörten, so sei dem Glauben dafür gedankt, der sie auf derStufe von Menschen und Bürgern erhielt, und nicht die Herzenverstocken, die Gewissen verstummen ließ." Die russische Geistlich,kcit, von den Mongolen**) aller Schätzung enthoben, mißbrauchte

') Nogai, Häuptling eines am schwarzen Meere ansäßigen Turkomanen-slanimes, hatte sich, wahrscheinlich aus Anstiften von Bibars und Mi-chael Paleologos, seines Schwiegervaters, von dem Khan VonKaptschak unabhängig erklärt.

"") Die Bezeichnung von „Mongolen" und „Tataren" werden von alten undneuen Schriftstellern in ziemlich rücksichtslosem Wechsel gebraucht. ZurZusammenfassung des bereits früher Gesagten (Band VII, Buch XII —Mittelalter Band IH, Buch V — Kapitel X, S. 35l) n. s.) und zurOrientirung möge dienen, daß die eigentlichen Mongolen den Osten Asiens