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gen in sein Gedicht verflocht, sind wir weit entfernt, Dantezum Lob anrechnen zu wollen; allein abgesehen davon, daß cS imWesen der ursprünglichen Dichtungen liegt, zu sammeln und zuwiederholen das ganze Wissen ihrer Zeit, so erscheinen sie unSfremdartig und störend, weil wir nicht mehr daran gewohnt sind,aber damals wurden derlei Fragen täglich verhandelt und jederMensch von Bildung ergriff Partei für die eine oder die andere.
Läugne es wer da wolle: wir behaupten, Dante'S größterMangel besteht in der Dunkelheit* *). Gezwungene Wortfügungenund ungeeignete Ausdrücke, Worte und Sätze, denen man denZwang des Reimes anmerkt, in einem ganz neuen Sinn gebrauchteWorte, gewaltsame oder unvollständige oder zu wenig angedeuteteAnspielungen, Gegenstände von vorübergehendem oder rein muni-zipalem Interesse, die als allgemein bekannt und für alle Zeitbestehend in den Vordergrund gestellt werden, alles dies machtDante so schwer verständlich, daß Homer und Dirgil wenigerErklärungen bedürfen; auch der Italiener sogar muß sein Gedichtwie ein ausländisches Werk studircn, die Aufmerksamkeit theilendzwischen dem Text und der Glosse, ja es enthält Stellen undGedanken, die man nicht verstehen wird, hat man auch Bändevoll Abhandlungen darüber gelesen. Anderseits freilich ist jenePhraseologie dermaßen identisch und verwobcn mit seiner Auf.fassungs- und DichtungSwcise, daß man geneigt ist, sie für dennothwendigen Ausdruck der Seele und des Geistes des Dichterszu halten.
Es kann jedoch nicht unsre Absicht sein, Dante'6 kraftvolleMängel und unvergleichliche Schönheiten mit dem kritischenMaßstabe zu messen. Wir sagen nur, daß die Großartigkeitder allgemeinen Ideen eine Eigenthümlichkeit erhabener Geister
8e non eomo äal viso in eks s! spoceliia^>ave olie per evidente xiü äiseemte.
Zufälliges das sich über dem BereicheBon Eiirein Denken nicht hinaus erstrecket,
Ist treulich abgemalt im ew'gen Schan'n.
Jedoch nicht Zwang von dorther es empfahetSo wenig als von. Blick, in dem sich spiegeltEin Schiff, das mit dem Strome abwärts fahret.
*) Boccaccio sagt in seinem Sonnet:
Dante ^tlixliier! son, Mnorva, osouraD inteltixonna e ö arte.
Cant», Weltgeschichte. VIII.!
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