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er den Fremden gegen diese Stadt, damals und seitdem dasBollwerk italischer Freiheit. Und deS Dichters Verlangen warderfüllt, wirklich wurde Italien, „diesem hochmüthigen, treulosenund wilden Thiere, der Sattel übergeworfen," und die Umarmun-gen der Kaiser, als die Päpste ihnen nicht mehr Widersacher,sondern Helfershelfer und Bundesgenossen waren, führten einZeitalter schmählicher Knechtung herbei; damit aber auch dieverhängnißvolle Nothwendigkeit wilder Befreiungsvcrsuche!
Wir dürfen freilich nicht verschweigen, daß Dante seinemKaiser den Sitz in Italien zuwies und daß er ausdrücklich sagte,die Monarchen seien für das Volk, nicht das Volk für die Mo-narchen geschaffen, die vielmehr dessen erste Diener — zum Bc-weise, daß sein Verstand sich sofort wieder zurechtfand, sobaldder Zorn deS Augenblickes verraucht war. Gleicherweise erhebter sich, obwohl so eifrig auf die edle Abstammung haltend, gegendie Vorrechte der Geburt und daS Feudalsystem, will sogar nichtallein die Erblichkeit der Ehren und Würden, sondern auch dieder Güter abgeschafft wissen. „Die öffentliche Gewalt darf nicht,sagt er, zum Vortheil blos einer Minderzahl ausschlagcn, dieunter dem Titel von Edlen die ersten Stellen für sich in Anspruchnahmen. Ihren Ansichten gemäß bestünde der Adel in einer Reihereicher Vorfahren; wie aber mag man sich auf Reichthümer be.rufen, verächtlich durch die Nöthen des BesitzeS, die Gefahrender Vermehrung, die Verwerflichkeit des Ursprungs? Diese Ver-werflichkeit ist vorhanden, mag jener nun von einem glücklichen Zufalloder von geschickter Thätigkeit oder von eigennütziger und darumaller Hochherzigkeit fernbleibender Arbeit, oder auch aus gewöhn,licher Erbfolge herrühren. Dieser letztere Fall jedoch vermagnicht in Uebereinstimmung gebracht zu werden mit der rechtmäßi-gen Ordnung der Vernunft, welche verlangt, daß der Erbe derTugenden allein berufen werde zur Erbschaft der Tugenden.Wenn daS Recht der Edlen in einer langen Reihe von Geschlechternbesteht, so führen doch Vernunft und Glaube sie alle zurück zuden Füßen des ersten gemeinsamen VaterS, in welchem alle Men-schcn geadelt oder alle zu Plebejern gemacht wurden. Die erb.liche Aristokratie setzt die Ungleichheit der Menschen voraus, abereine ursprüngliche Vielheit der Raren widerstrebt dem katholischenDogma. Der wahrhafte Adel liegt in der Vollkommenheit, diejedes Geschöpf in den Gränzen seiner Natur erreichen kann.WaS den Menschen insbesondere anbetrifft, so besteht bei ihm der