Band 
Achter Band.
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und mit den berühmtesten Männern einen Briefwechsel zu führen.Ermolao Barbars gab eine Ausgabe des Plinius, in welcherer 5000 Fehler verbesserte, aber noch gar viele stehen ließ.Gasparino Barziza aus Bergamo, von Filippo MariaVisconti und anderen Herren als öffentlicher Lehrer berufen,ahmte als Schriftsteller mit Glück dem Cicero nach, denn seinStnl ist immer zierlich, sein Satzbau klar und glatt, sein AuS-druck dem Begriffe angemessen.

Philelphus. 1398-1481.

Sein Schüler war Franz Philelphus (FranceSco Fi-le lfo) aus Tolentiuo, einer der berühmtesten und hochmüthigstcnGelehrten. AlS Geheimschreiber deS venclianischen Vogtes zu Kon.stantinopel hatte er sich mit einer Tochter deS Em. Krysolarasvermählt, und noch nicht zwanzig Jahre alt war er nach Paduaals öffentlicher Lehrer der Bcredtsamkeit berufen worden; nach.malö lehrte er zu Bologna, Mailand, Florenz, Pavia. Emannetund Ivan «es Paläologos übertrugen ihm Gesandtschaftenan den Sultan Amurat H und an Kaiser SigiSmund.Er verfaßte 37 Bücher, Briefe, Satiren und andere Schriftenenthaltend, die ihm durch ihren anmaßenden Ton erbitterte Feindeerweckten. Er mischte sich auch eifrigin die politischen Partciun.gen; während die anderen Liceraroren sich eifrig um die Gunstder Medici bewarben, ging er im Gegentheil so weit, Mcuchcl-Mörder gegen Cosinus zu dingen, was denn auch nicht mindergegen ihn selber geschah. Nachdem er auf die Seite deS Fran.cesco Sforza getreten, aber auch mit diesem bald wieder zer-fallen war, ging er nach Rom, wo ihm Nicolaus V großeGunst bezeugte, und von da nach Neapel, wo ihm König Al-phonS die Würde eines NttterS und gekrönten Dichters zuer-theilte. Weil PiuS H ihm den ausgeworfenen Jahreögehaltvorenthielt, trat er heftig gegen Papst und Papstthum auf undgab sogar nicht undeutlich seine Absicht zu verstehen, zu Muh am-med II sich zu verfügen, der, gerührt von einer Öde aus seinerFeder, seiner Schwiegermutter und seinen beiden Töchtern, diezu Konstantinopel gefangen gehalten worden, die Freiheit geschenkthatte. Obgleich mit Gnadengeschenken und Ehren überhäuft,fand Philelphus doch kein Ende seiner Klagen und wandertevon Hof zu Hof, nie zur Ruhe kommend, nie befriedigt, balddiesem bald jenem Großen seine Werke widmend, in seinen Brie-