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Achter Band.
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Schülern nach Italien zu gehen, und hier lernten in der Thatdie besten von ihnen daö Griechische. Johann». Dalberg,Bischof von Wornis (6nmornr1u8 valhevKinK), sammelte Bücher

wig Dringenberg, Alexander Hegius und der Friese RudolfAgrikola. Des Hegius Schüler waren Erasmus von Rotter-dam, Hermann von dem Busche, Freund des Lorenzo dei Me-dici, Papst Hadrian Vl und Christoph Longolius, der größteCiceronianer seiner Zeit. Lider resormine die Studien zu Kempen,Atcmar und Amsterdam, v. Langen gründete zu Münster eine zweiteSchule, Dringenberg eine zu Schletstadt im Elsaß, woraus KonradCeltes (Meißel), Wimpfeling, B eatus Rhenanus, und Wili-bald Pirkheimcr hervorgingen. Siehe Scholl.

Es kann für uns Deutsche nicht gleichgültig sein, zu vernehmen, wiedas im 12. und 13. Jahrhundert in Italien und Rom wieder aufblü-hende Studium der klassischen Schriftsteller der Griechen und Römer aufvaterländischem Boden allmälig Eingang gesunden hat und für unsereVorfahren die Quelle einer Hähern geistigen und socialen Bildung ge-worden ist. Diese Männer aber, welche zuerst den aus den Schriftender Alten gewonnenen Schatz von Kenntnissen und die daraus geschöpftehöhere Bildung hauptsächlich im nördlichen Deutschland verbreiteten undso deren eigentliche Begründer wurden, sind zum Theil sehr wenig mehrgekannt und beinahe ins Dunkel der Vergessenheit gehüllt, was sie wahr-lich nicht verdienen , weshalb wir hier einiges Nähere über ihr Lebenund Wirken anfügen. Man wird daraus mit besonderem Interesse wahr-nehmen, daß die klassischen Studien schon vor der Zeit der sog. Refor-mation den katholischen Gelehrten in Fleisch und Blut gedrungen waren,daß sie sich mit dem größten Eifer derselben bemächtigt hatten und ihreVerbreitung und Durchbildung allseitig betrieben; in dieser eifrigen Auf-nahme der neuen Studien aber und in dem umbildenden Einfluß, welchesie alsbald so allseitig ausübten, wird man den Beweis finden, daß da-mals in den westlich und nördlicher gelegenen Ländcrgebiete» Deutsch-lands die Geistesbildung scholl sehr weit vorgeschritten gewesen sei.

Unter den Vorkämpfern der klassischen Alterthumsstudicn nehmen im15. Jahrhundert die Münster'schen Humanisten eine bedeutendeStelle ein, wie überhaupt Westphalen um diese Zeit die Psianzschnle derhumanistischen Gelehrsamkeit wurde. An der Spitze steht als ^MwoonasmaxniLvontissiiniis^ Rud olph v on L a ng en, geboren zn Evers-' Winkel in Westphalen im Jahr 144Ü. Nachdem er zuerst die berühmteSchult zu Deventer besucht, sodann zu Erfurt seine Studien vollendethatte, eilte er nach Italien, wo er im Verein mit Rndolph Agrikol«(eigentlich Hupesmann oder Hausmann) und Moritz v. Spiegel-berg, besonders unter Anleitung des Lau reut ius Valla, Vegius.

*) S. Winiewsky: VraUo ite Itus. So I-avAon im Programm der Philesorbische,t Fakultät zu Munster von, Jahr 184g.