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welche auf Spaziergänger, und bei fröhlichen Zusammenkünftensich mit gelehrten Sachen unterhielten. Zu ihnen gehört auchConrad Celtes, ein tüchtiger Schriftsteller und eifriger Ver-
Münster zu Rudolph v. Langen, dem hohen Gönner der jungen Gelehr-lenwelt. Er wurde sogleich Conrector an'der Domschule und zugleich derhellste Stern derselben. Elf Jahre lang blieb er in dieser Stellungunter dem Rektorate Timann Camerers, und wurde dann auf v.Laugens Verwendung Rector am Ludgerianum zu Münster. An beidenSchulen wirkte er durch seine gediegene Gelehrsamkeit höchst segensreich,mit Rud. v. Langen und den übrigen Gelehrten der Stadt und U»l-gegend stets im vertrautesten Verhältnisse. Im Jahr 18,4 gründete eraus eigene Hand eine Schule zu Alkmar; darauf siedelte er nach Dcven-ter über, wo ihn 1817 der Tod ereilte. Seine Schriften bezeugen dieaußerordentliche Thätigkeit und allseitige Bildung de« Mannes und be-weisen, mit welchem begeisterten Eifer schon in jener Zeit die klassischenSchriftsteller von den katholischen Gelehrten studirt, bearbeitet und ver-öffentlicht wurden. Er verfaßte eine Einleitung in die Kategorien desAristoteles, im Vereine mit Agrikola Commeutare zu den Büchern desBoethius „tis ooiisolatiune plillasoxlii-s^, welche Commentare so be-deutend sind, daß man sie in die neuesten Ausgaben dieses Autors (vonMigne, Paris 1847, S. 880—1004) ausgenommen hat, stellte Sentenzenaus den Elegien Tibnlls, Catulls, Properz' und Ovid's für seine Schulezusammen, sammelte Musterstellen aus Juvenal, veröffentlicht die Bucolicades Virgil und die Satiren des Persius mit einem Commentare, undforderte unermüdlich die deutsche Jugend zu tüchtiger Ausbildung in denklassischen Studien auf (in seinen Didaskalien, kurwnosis u<I iiixomia-rum aitium «tuOin 8eozuriium sFkgebeseuj aä xrollixanilain baobariomoL sclivlis). Nicht minder beschäftigte er sich vielfach mit den Kirchen-vatern und großen Scholastikern, wie aus seiner Herausgabe ausgewähl-ter Briefe und Sentenzen des heil. Hieronimus, der Gedichte Cypriansund aus seinen Elegien über Albertus Magnus und Thomas von Aguinhervorgeht. Auch verfaßte er ein ^krotrextloo» xoetantium^ und dieI'axxa., ein Büchlein über die Verskunst, welches elf Auflagen erlebtHai, edirte die Verskunst des Maneinelli mit Schollen und eine Schriftüber die kirchlichen Hymnen. (Überhaupt sehen wir in ihm ein treuesAbbild des damals zuerst in Italien so eifrig betriebenen Studiums.
In seinen Gedichten, die sehr zahlreich sind, (Oden, Eklogen, Elegien,Episteln, karkenetioa, Epigramme, einzeln zu Cöln, Wiltenberg, Leyden,Straßbnrg, Paris, Deventer rc. erschienen) gewinnen die humanistischenStudien schon größeren Einfluß als bei Nnd. v. Langen. Das heid-nische Element tritt bisweilen sehr in den Vordergrund und der Einflußdes Cicero, Horaz uns Persius ist nicht zu verkennen; doch bricht immerwieder der gerade religiöse Geist und die fröhliche Ueberzeugung deshöheren Lebens und Wissens in der Kirche durch und überstrahlt denAufwand von Gelehrsamkeit.