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breiter des guten Geschmacks; ferner Rudolph Agrikola,welcher am besten von allen andern Deutschen schrieb*)/ undReuchliN/ welcher den Herzog von Würtcmberg nach Rom be-gleitete und so mit den italiänischen Gelehrten in Verbindung trat.Wir führen ferner noch W e sse l von Groningen aiy welcher die
Weniger glücklich in der wahren Vermittlnng zwischen dem Heiden-und Christenthum war wegen seiner übergroßen Begeisterung sür dieklassischen Studien der antike Hermann von dem Busch, geb. 1468auf dem Schlosse Saffenberg unweit Münster. Er wurde wie Mur-mel lins unter Hegius' Leitung zu Deventer gebildet, studirte späterin Tübingen und Heidelberg, wo er Rud. Agrikola hörte und von diesemausgezeichnet wurde. Sodann unternahm er eine größere Reise nachItalien, wo er mit dem größten Eifer wie bisher den Cicero studirte undsich ei» klassisches Latein in Rede und Schrift erwarb. Nach seinerHeimath zurückgekehrt wurde er an den Hos des Bischofs Heinrich v.Schwarzenberg gerufen. Dann unternahm er viele Reisen nach denHansestädten der Nord- und Ostsee und iuterpretirle hier vor einer sehrzahlreichen Zuhörerschaft mit großem Beifall den Cicero, Virgil, Ovidund andere klassische Schriftsteller. Zn gleicher Weise durchreisete er dieNiederlande, England und Mitteldeutschland, wo er zu Erfurt, Leipzig,Wittenberg, Magdeburg, Braunschweig, Cöln und an anderen Orten sei-nen Lehrstuhl aufschlug. Er stand mit den gelehrtesten Männern seinerZeit, Reuchlin, Erasmus von Rotterdam, Hermolaus B a r-barus w. in Verbindung. Als Luther auftrat, eilte v. d. Busch,dermalen in Wesel als Rector seßhaft, »ach Wittenberg und wurde baldals Professor an die zweite protestantische Universität in Marburg beru-fen; er starb im Jahre 1536 zu Dülmen in Westphalen. Er schriebaußer einer Anzahl Gedichte (Oden, Elegien, Epigramme und Gelegen-heitsgedichte) , welche sich durch glatte und glänzende Diction auszeichnen,ein vallum kumanitalis, commentirte unter andern die Grammatik desDouatus, den SiliuS Italiens, Persius, Iuvenal, Martial, Virgilö Aeneis,gab ausgewählte Briefe Cicero's und Auszüge aus den Sprüchworteruund dem Prediger für seine Schule in Wesel heraus, ferner eine Aehren-lese aus fünfunddreißig berühmte» Philosophen und eine Schrift überdie hohe Aucioritäl des Alten und Neuen Testaments und der kirchlichenZeugnisse. Seine Schriften erschienen einzeln zu Leipzig, Zwolle, Deven-rer, Cöln, Paris, Basel, Marburg und anderen Orten. Schließlich ver-weisen wir auf die Schrift: Die münster'schen Humanisten und ihr Ver-hältniß zur Reformation. Von vr. C. A. Cornelius. Münster 1851.
') Von ihm schreibt sich jene Grabschrifi des Hermolaus Barbaras her:Inviäa olanseiunt Iioo Marmore lala ldudolzckcum.
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