Band 
Achter Band.
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Wissenschaft die Dezimalrechnung ein; nach Zanetti hätten siesogar bereits 1317 aus ihren Seekarten die Grade angegeben*).

Paolo Dagomari, genannt dall' Abaco, bediente sichzuerst deS Komma/ um lange Zahlenreihen in Gruppen von jedrei Ziffern abzutheilen; auch führte er die Schreiblafeln ein.Die großen architektonischen und hydraulischen Arbeiten/ die Ka-näle/ die Wind - und Wassermühlen/ eine Spinnerei zu Bolognaim Jahr 1431 / welche von Wasserkraft bewegt die Arbeit von4000 Menschen verrichtete/ endlich die Kriegsmaschinen/ bezeugen/daß Geometrie und Mechanik mit praktischem Erfolg angebautwurden. Im Jahr 1455 versetzte GaSparo Nadi und Ari-stoteles di Fcravante den 80 Fuß hohen Thurm des Stadt-Hauses zu Bologna mit den Fundamenten / mit blos 150 LireKosten; auch erbauten sie den Glockenthurm von Ccntv/ der ummehr als 50 Fuß übcrgcneigl ist**).

Peurbach. 1433-61.

Die Mathematik verdankte überaus viel zweien ZeitgenossenFriedrichs III. Joh. Peurbach, welcher zu Wien lehrteund als der Wiederherstellet der exakten Wissenschaften betrachtetwird/ besaß kein anderes mathematisches Werk als die Ucbcrse-tzung deS Almagcst von Georg von Trapezunt, doch abertrug er die physische Astronomie vor, erklärte die Bewegung derPlaneten und legte astronomische Tabellen an. Die Sexagcsimal-eintheilung war von den Griechen für den Zirkel und Radiusangewandt worden und darnach berechneten sie die Sehnen. DieseGraduirung war im neunten Jahrhundert von den Arabern bei-behalten worden, die den SinuS in ihren Tabellen einführten.Peurbach theilte den Radius in 600,000 Theile, stellte Regelnauf zur Berechnung der Bogensegmcnte und berechnete sie selberin Theilen dieses nämlichen Bogens für jede Minute des Viertel-kreiseS, während die Tabellen von Albategnius (der für denErfinder der SinuS gilt) nur bis zu Viertelsgradcn gingen.

*) Vergl. Qibri, nist. äes seieuoes matliematigues, II, 202.

*') /llickosi, Instruttionv etc. Vielleicht veranlaßten diese Versuche denLeonardo da Vinci ein Modell zu verfertigen, mit Hülfe dessen ereSunternahm, die St. Zohanniskirche zu Florenz aufzuheben und in denso erhöhten Eingang Treppenstufen zu legen, ohne das Gebäude zu be-schädige».