Band 
Achter Band.
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Hunderte auf Erfahrung und Mathematik, indem sie an die Stellevon Einbildungen Thatsächliches, an die Stelle der Träume unddes blinden Autoritätsglaubens die anschauliche Wirklichkeit setzten.

Heilkunde.

Die Heilkunde ließ sich durch Vorurtheile in die Irre führen.Das Werk Ficino'S „Ueber das menschliche Leben" besteht nurauö Formeln zur Erhaltung der Gesundheit und um vermittelstastrologischer Beobachtungen das Leben zu erhalten. Die Krank-heiten wie die Wirksamkeit der Medikamente schreibt er dem Ein-fluß der Gestirne zu und behauptet, Greise könnten sich verjün-gen, indem sie daö Blut junger Leute tränken. An solche Thor-heitcn glaubten Arnaldo Bacaone, Villanova und diebesten Aerzte jener Zeit; obgleich dieselben anderseits bekämpftwurden von Ptco und vom Kanzler Gerson, einem ent-schicdenen Gegner abcrgläubigcr Heilmittel. Die Pariser Hoch-schule verdammre sie alS eine teuflische Kunst und Benedikt Xtllerklärte die Magie für ketzerisch. Da dann der angeblich wunder-baren Heilungen an den Gräbern der Heiligen St. RochuS, Ka-tharina von Sicna und Andrea Corsini immer mehr wurden, er-ließ die Kirche die Vorschrift, daß nur dann von einem Wunderdürfe die Rede sein, wo eS sich nachgewiesener Maßen um eineunheilbare Krankheit und eine sofortige Heilung handle. Diehäufigen pestartigen Seuchen steigerten die Verehrung für Hiob,den heiligen Sebastian, den heiligen RochuS insbesondere, dergerade in dieser Epoche (1315) aus seiner Vaterstadt MontpellieralS Pilger nach Italien gekommen war, um sich der Pflege dervon der Ansteckung Ergriffenen zu widmen. Häufig auch brachteman an den Fanden wie an den innern Wänden der Kirchen,in den HeiligthumöhäuSchen an den Landstraßen kolossale Bilderdes heiligen ChristophoruS an, deren Anblick vor unheilvollenBegegnungen, namentlich vor einem plötzlichen Tode bewahrensollte. ES scheint, daß diese letztere TodeSart durch Apoplexienund dergleichen damals sehr häufig vorkam, und daß man zumSchutz gegen dieselbe den heiligen Andreas AvcllinuS anrief undandere fromme Uebungen anstellte.

Selbst nachdem die griechischen Werke wieder aufgefundenworden, wurde HippokratcS doch wenig in der Ursprache studirtund lange erhielt sich eine ausgesprochene Vorliebe für die Ära-ber und Juden. Die Systeme der letzter» wurden von Jean