Band 
Achter Band.
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so doch zum Theil Lurch Lebendigkeit der Darstellung und anzie-henden Inhalt interessante Biographien vorhanden , wobei aucheiner Monographie SkanderbegS vom Albanesen MarinoBarlezio zu erwähnen, die in gutem Latein geschrieben, abergänzlich unzuverläßtg ist. — Der Mailänder Bonino Mom-brizio aus Mailand war der Erste, der Leben der Heiligen inBibliotheken und Archiven in zwei Bänden sammelte; er schriebmit Zierlichkeit, aber er kopirle alle Irrthümer ohne irgend welcheKritik.

Antonio Bonfini von AScoli, der am Hofe des Mat-thias Corvinus und des Wladislaw bis zum Jahr 1502lebte, hinterließ drei Decaden der Geschichte von Ungarn — einegute Quelle für dieselbe in einem Zeiträume, wo alle andernversagen. Filippo Bonaccorsi (CallimachuS Vspe-rienteS), der Rom verlassen bei der Zerstreuung der Akademie,kam nach langem Umherirren nach Polen, wo er bei einem Gast-Wirthe Aufnahme fand und dann an den Hos deS Königs Casimirkam. Dieser Fürst machte ihn zu seinem Gcheimschreibcr und über-trug ihm nebst dem Historiker Johann DlugoS die Erziehungseines SohncS. Er schrieb die Annalen deS KönigS Wladis-law V und die Schilderung der Schlacht von Varna, wo jenerMonarch das Leben verlor.

Froissart.

Unter den Franzosen stellt sich Jean Froissart würdigneben Joinville und Villehardouin. Zu Valenciennes imHennegau um 1337 geboren als Sohn eines Wappcnmalers,diente er verschiedenen Fürsten als Geheimschreiber und reisteviel, um Abenteuer zu erleben und sich zu unterrichten; statt aberden Roman seiner Epoche schrieb er deren Geschichte, die aller-dingö an und für sich romantisch ist. Während eines Zeitraumsvon vierzig Jahren schrieb er seine „Chroniken", welche dieJahre 1326 bis 1400 umfassen und sich über die Ereignisse derganzen Welt, insbesondere jedoch über die Frankreichs, der Nie.derlande und Englands erstrecken. Bei der Spärlichkeit des Ver-kehrs und dem Mangel an Ocffentlichkeit konnte Niemand Ge-schichtschreiber werden, der nicht selber als Beobachter und Er-frager die Welt durchzog, und dazu war eben Froissart sehrgeneigt durch die Richtung seines Geistes. Erschien er vor derPforte eines Palastes oder Schlosses, so kündigte er sich offen