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ihrer Unterabcheilungen, die einen lyrischen Anstrich haben, eini.gen der leichtern Gedichte des Erzpricsters v. Hita. Andere sindmit Sorgfalt und Ernst gedichtet, und drücken die feierlichenGedanken wohl aus, von denen der Dichter während seiner Ge.fangenschaft erfüllt war. Im Allgemeinen hat aber das Gedichteinen ruhigen lehrenden Ton, wie er seinem Gegenstände undseiner Zeit zusagte, in welchem wir aber hin und wieder einenGeist der Satire finden, der nicht unterdrückt werden konnte,wenn der alte StatSmann die Sitten betrachtete, die ihn verletz,ten. Sie sind ernstlich, zierlich und belehrend, untermischt mitwenigen Zeilen einfachen und tiefen dichterischen Gefühles,welches eben so sehr ihrem Zeitalter als ihrem Verfasser anzu.gehören scheint"*).
Ayala gibt auch die erste Nachricht von dem außerordent.lichcn Geschlecht von Romanen, dessen Nachkommenschaft, wieCervantes sagt, unzählbar war und dessen dichterisches Hauptund Vorbild der „Amadis von Gaula (Watts)" ist. Der Der-fasser dieses merkwürdigen BucheS, das durch seine unzähligenNachahmungen, die Ritterromane, der castilischcn Literatur einneues Ansehen gab, ist Vasco de Lobeira, ein portugiesischerEdelmann am Hofe Johanns 4 von Portugal (f 1403). Viel.leicht ligt dem „Amadis" irgend eine ältere Dichtung oder Volks,sage zum Grunde, jedenfalls hatte der Verfasser einige Kenntnißvon alten französischen Romanen, wie dem vom h. Gral, derSchlußdichtung der Ritter von der Tafelrunde. Zu beklagen ist,daß die portugiesische Urschrift verloren ging, wahrscheinlich indem furchtbaren Erdbeben und Brande Lissabons im Jahr 1755,dagegen hat man die spanische, wie es scheint jedoch ziemlichfreie Uebcrsetzung, gemacht zwischen 1492 und 1504 von GarciaOrdonnez dc Montalvo, Befehlshaber der Stadt Medinadel Campo. Die früheste noch vorhandene Ausgabe ist von 1519.„Ihr folgten in einem halben Jahrhunderte zwölf Ausgaben,so daß der Amadis plötzlich den größten Erfolg erwarb, undsein ganzes Geschlecht in Spanien auf dem sichern Grundeder Volksgunst ruhte. Er wurde 1546 inS Italienische über.setzt und gefiel auch in dieser Sprache allgemein, in welcherbinnen weniger alö dreißig Jahren sechs verschiedene AuS-gaben ans Licht traten. In Frankreich ward der erste Ver.
2) Tick»or-Iulius, A. a. O.