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Achter Band.
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spanischen Wesen der Schwulst in den Gedanken/ die Vollklängein den Ausdrücken / die Pracht in den Bildern zu. Doch aberwar der volksthümlichen Dichtung in dem Grade das Ueberge-wicht gesichert/ daß sie sich trotz dieser Pedanterie und der Nach.ahmung der italienischen Dichtwerke erhielt/ und wirklich gehörendie jüngsten Romanzen/ welche die Abenteuer der Zegris und derAbencerragen oder die Eroberung von Granada besingen/ zu denschönste«/ voll einer glühenden/ an die arabische erinnerndenPoesie.

Des oben genannten Königs naher Verwandter/ Heinrich/Markgraf von Villena (1384—1434)/ von Vatcrsefte auSdem aragonischen/ von Mutterscite aus dem castilischen KönigS.geschlechte entsprossen, nahm den lebhaftesten Antheil an denFortschritten der Dichtung in Spanien, und ihm hauptsächlichwar die Wiederherstellung und Erhaltung der Dichtcrschule zuverdanken, die zu Barcelona als „Dichterrath der heitern Wissen,schaft" bestand. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehörtenaußer der Dichtkunst, Geschichte und schönen Wissenschaften nochdie Philosophie und Mathematik, Sterndeulerei und Goldmacher,kunst. Solche Beschäftigungen waren aber in einer Zeit großerUnwissenheit und Aberglaubens manchem Tadel unterworfen. DerMarkgraf galt daher für einen Zauberer, und dieser Glaube hatso fest Wurzel geschlagen, daß in Spanien fast bis auf unsereTage annoch eine VolkSsage ihn dessen beschuldigt. Eine großeund seltene Büchersammlung, die er hinterließ, gab gleich nachseinem Tode Anlaß zu albernen Befürchtungen. Der Arzt deSKönigs und Freund des Verstorbenen sagt: „Zwei Wagen volldieser Bücher wurden zum Könige gebracht, der sie, weil sie sichauf Zauberei und unerlaubte Künste bezogen, zum Bruder Lopede Barrientos (seinem Beichtvater) sendete. Und Bruder Lope,dem mehr daran gelegen war, sich beim Könige in Gunst zu er-halten, als Bücher über die Schwarzkunst zu untersuchen, ver.brannte über hundert Bände derselben, von denen er nicht mehrsah als der König von Marokko, und nicht mehr verstand alsder Dechant von Ciudad Rodrigo; denn viele Leute erwerben sichjetzt den Namen von Gelehrten dadurch, daß sie Andere unwis.send nennen; noch gefährlicher ist eS aber, wenn Leute sich zuHeiligen machen, weil sie Andere als Zauberer betrachten"*).

*0 Juan de Mena, an den dieses Schreiben gerichtet war. hat in dreien