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bour verfaßte (1595) das erste Rittrrgedichr über Robert ^Bruce und die Heldenthaten von Douglas und Graf Mur-rn y. Dieses Volköhclden wegen ist daö Gedicht noch nicht ver.gessen.
Sechsundzwanzigstes Kapitel.Wie schönen Künste.
Baukunst.
Viele gothische Bauwerke/ deren wir im verflossenen Jahr-hundert gedachte»/ wurden in diesem beendet/ andere auch be-gönne»/ so die Kathedrale zu Mailand/ die Karthause zu Paviaund Sän Petronio zu Bologna. Gleich wie aber die Literaturauf die klassischen Autoren zurückging/ so machte sich auch inden Künsten diese Rückkehr zum klastischen Alterthum bemerklich.Diese Rückkehr, welche man bezeichnend für ein Wiederauflebender Kunst (Renaissance) ausgab/ war jedoch zumeist nichts an-deres als eine sklavische Nachahmung. Und gewiß/ wenn diefruchtbare Eigenthümlichkeit/ welche im verflossenen Jahrhundertsich bis zur Erfindung einer neuen Kunst erhoben, nunmehr unterweiser Benutzung der Muster aus dem Alterthum darauf bedachtgewesen wäre, die einzelnen Theile in das rechte Verhältnißund damit Uebereinstimmung in das Ganze zu bringen, den Ge-schmack in der Ornamentik zu reinigen, den Fortschritt der Me-chanik steh dienstbar zu machen; wir hätten dann eine gute mo-derne Baukunst erhalten, die nicht einer vorübergehenden Ge-schmacksrichtung die Erfahrung mehrerer Jahrhunderte, aber auchnicht die den Alten unbekannten kühnen Ideen und die von denneuen Ansichten und Sitten erzeugten Formen aufgeopfert hätte.
Die gothische Architektur, geboren unter dem Schatten desAltars, war erstarkt an der Aufgabe, Kirchen und Klöster zuschaffen. Die zunehmende Macht und der größere Reichthum derLaien erzeugte das Bedürfniß nach geräumigern, erhabenern,prächtigern Gotteshäusern. Als jedes Land seine Nationalitätbefestigt hatte, die Fürsten anderseits ihre ganze Anstrengung