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darauf richteten, in sich die ganze Gewalt zu konzentriren, be.gannen die Baugesellschaften ihr Mißtrauen zu erregen alS Werk.zeuge der gefurchteren päpstlichen Macht und als Körperschaften,deren Bevorrechtungen sich mit den neuen Verfassungen nichtvertrugen. In England erklärte sie Heinrich IV (1424) fürungesetzlich, indem er ihre Versammlungen mit Geld - und Ge-fängnißstrafe bedrohte. Die Kirchenspaltung gab ihnen vollendsden Todesstoß, so daß nur Name und Statuten sich erhielten,anfänglich in der Hoffnung auf einen Umschwung der Dinge,dann unter Zugrundlegung ganz anderer, politischer und philan-thropischer Zwecke.
Damit gingen denn auch die schwierigen und verwickeltenUeberlieferungen der Kunst verloren, waren die Mittel gegenseiti-gen Beistandes verschwunden und griff man gewissermaßen alS Ersatzzum klassischen Styl, mit seiner einfachen Ordnung und Regel-Mäßigkeit. Die Folge jedoch war, daß dieses neue Bauwesenaußer Bezug stand zu den neuen Bedürfnissen der Gesellschaft;eö gab nur noch Kopien ohne natürliche Verbindung mit denUrbildern, Nachahmungen ohne Leben, welche nicht etwa diealte Kunst reproduzieren, sondern sich mit ihrem oberflächlichenAnschein begnügten, durchaus widerstrebend dem Geiste derneuern Zeit.
Dieser Gedanke lag indessen fern jenen immerhin rühm-würdigen Talenten, welche zunächst ihre Kraft daran setzten, dieArchitektur zu erheben, und es ist begreiflich, daß diese Thätig-keit in Italien begann, wo sie durch die Ueberreste LeS Alter-thums erleichtert wurde. Der Ucbergang zeigte sich zunächst imornamentalen Theile, bestehend in sorgfältig nachgeahmten Blu-men, Thieren, untermischt mit phantastischen Schöpfungen, Gro-tesken oder Arabesken genannt, in Sparrenköpfen, Kandelabern,Gemmen und farbigem Marmor. Man sieht Werke dieser Artzu Venedig, in der Mirakelkirche zu Brescia, im Mausoleum desBartolomeo Colconi zu Bergamo, an den Kathedralen vonComo und Lugano, in der Karthause zu Pavia, wo daS Blätter-werk gothisch ist, Blumen und Thiere aber mit erstaunlicherTreue ausgeführt sind. Ueberhaupt sind für diese Periode charak-tcristisch die schönen, äußerst geschmackvollen Ornamente an Thu-rcn, Fenstern, Kanzeln, Pfeilern, wenn sie auch zuweilen dieArbeit unbekannter Künstler sind. Häufig ist hiebet als Materialstatt deö Marmors gebrannte Erde angewandt, aber der beschei-
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