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Achter Band.
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des Schiffs einen Pfeiler zu errichten, um diesem daö Gewölbein der Form eines Schirmes anzusetzen, oder die Höhlung mitErde anzufüllen und unter diese Geldstücke zu mengen / die Erdewürde dann aus Gier nach dem Gelde rasch genug wieder ent-fernt werden/ wenn man ihrer nicht mehr bedürfe. Dem seiübrigens wie ihm wolle: das zu lösende Problem war keincnfallSein leichtes. Die bis dahin construirten Kuppeln waren viel znklein/ als daß ihre Verhältnisse hätten maßgebend sein könnenzur Ausfüllung der von Arnoifo gelassenen Lücke; zudem warenalle kreisförmig und derart construirt/ daß die Stützpunkte / aufwelche sich ihr Gewicht vertheilte, einem im Kreise der Basisumschriebenen Viereck entsprachen. Die von Arnolfo disponie-ren Stützen dagegen bildeten ein Achteck/ einen Zirkel umschrei-bend/ dessen größter Durchmesser 131 Fuß betrug. Die hemiöphä-rische Kuppel von Sän Vitale zu Navenna ruhte zwar gleichfallsauf einer achteckigen aber kleinen Basts/ und machte auch eineschlechte Wirkung wegen der in den Ecken zur Verbindung desZirkels mit dem Achteck angebrachten Bogen. Ebenso wenigbot daS antike Rom Muster dar, wohl aber Methoden und kühneIdeen für einen Geist, der ste aufzufinden, zu verbinden, zn be-

Die organische Einheit des gothischen Domes ist geeignet, den Geistder Einigung unter den Christe» zu beleben und zn stärken, seine Höheund rastlos answärtsstrebende Michrnng hat immer den Geist nnd dasHerz des empfänglichen Beschauers von der Erde zu der lichtvollen undselige» Hohe des Himmels erhoben, denn hier sprechen die Steine:isurrmm oorels. !... Der gothische Dom ist nicht nur seinem Umfange,sondern auch seiner Wirksamkeit nach das erhabenste nmer allen Kunst-werken. Die gothische Architektur ist vorzugsweise eine christliche, da-rum unterscheidet sie sich auch wesentlich von der heidnischen. Diedurch das Christenthum bewirkte Vereinigung des Menschen mit Gott,die alle Gesinnungen und Bestrebungen heiligte und verklärte, nnd dieQuelle alles Schönen, Edlen und Erhabenen in der neuen Welt wurde,war auch der tiefste Grund der neuen architektonischen Erscheinung.Während d'e Knust des klassischen Alterthums nur aus Vollendung derForm hinwirkte, nnd diese, indem ihr ein höherer Geist ermangelte, alsihr höchstes Ziel betrachtete, ging die christliche Kunst von dem Einigennnd Göttlichen aus, bestrebte sich, dieses durch künstlerische Gestaltungdes irdischen Stoffes znr Erscheinung zu bringen, und erkannte alsihre höchste Ausgabe den materiellen Stoff zum Ausdruck des Himmli-schen und Göttlichen zu verklären." (Dr. G. M. Durschh Aesthetikder christl. bildenden Kunst des Mitttlalters in Deutschland. Tüb. k834.)

D. B.