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Achter Band.
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Spitzbogen auf Säulen gemischter Ordnung; im Hospitale zuMailand haben die gothischen Fenster römische Ornamentik.Dieser von PhilareteS geleitete Bau mit seiner vollkommenenEintheilung und seinen vortrefflichen Verhältnissen ist überhauptein Muster eines der Lombardei fast eigenthümlichen StyleS,den man den bramantesischen nennt; als Uebcrgang zwischender alten Architektur und der der Restaurationsepoche zeichnet ersich durch die Verbindung des Spitzbogens mit dem Rundbogenund viele Ornamente, hauptsächlich in gebackener Erde, auS;auS dieser Vereinigung der Hauptstyle hätte eine neue und eigen-thümliche Architektur sich herausbilden können, wäre man nichtdem Wahne anheimgefallen, daß alles, was vom Mittelalter her.rühre, barbarischen Ursprungs sei.

Bramante. 1444—1514.

Ueber Familie und Vaterland des Erfinders dieser Archi.tektur, nach welchem sie genannt wird, des Bramante, weißman nichts Näheres. Er soll aus dem Hause deS Lazzaro vonCastel Durante bei Urbino gewesen sein, wahrscheinlich aberschreibt man einem Einzigen die Bauwerke von drei verschiedenenin Mailand geborenen oder doch daher stammenden Meistern zu.So lange indessen hierüber nichts festgestellt ist, müssen wir unSnach der gewöhnlichen Meinung richten, der zufolge, nachdemBramante im Kirchenstaat gewirkt hatte, er nach Mailandge.rufen wurde, wo sein Ruhm fortlebt in St. Ambrogio mit dori.schen Säulen auf einer schönen Basis, in der Kuppel von SantaMaria della Grazia, in dem äußern Säulengang von St. Celso,in dem Lazareth, in der Sakristei von St. Satiro; zu Rom warer dann an dem berühmtesten Bauwerke der neuern Zeit thätig.Sein Schüler nannte sich Cesare Cicerano von Mailand,der erste Ucbcrsetzer und Erklärer des Vitruv, dessen Regeln erin den gothischen Werken wieder zu erkennen behauptete.

Benedetto da Majano, der zu Florenz den Palast derStrozzi begann, wurde von Matthias CorvinuS beschäftigt.Sein Bruder Giuliano baute zu Rom den venetianischenPalast für Paul II, der ihn der heimathlichen Republik zumGeschenke machte, ein ungeheures massenhaftes Gebäude mitgrandiosen Verhältnissen. Diese Sitte, den Palästen ein kastell.artiges Ansehen zu geben, war damals sehr verbreitet und er.hielt sich bis aufVignola. Ausgezeichnete Bauwerke verdankte

Sank«, Weltgeschichte. VIII. 66