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Florenz dem Simone Pollajuole, der den Palast Strozziausbaute und mit seinem berühmten Karnicß verzierte. Auchdie von ihm erbaute Sakristei von Santo Spirito in oktogoncrForm wird wegen ihrer geschmackvollen Ornamentik bewundert.
Neapel kann sich rühmen, in dem zu Ehren AlphonS 11errichteten Triumphbogen (1443) daS vorzüglichste Werk dieserArt seit der Römerzcit zu besitzen. Die unvortheilhafte Lagedieses Triumphbogens zwischen den beiden Thürmen deS Castelnuovo ist zu bedauern, aber darum ist seine vollkommene Origi-nalität, die Harmonie zwischen Hauptkheilen und Beiwerk undder große Reichthum der Ausschmückung nicht minder anzuer.kennen. Vier gekehlte Säulen korinthischer Ordnung, derenUnterbau mit unvergleichlich schönen Bas.Reliefs ganz bedecktist, tragen den Boden mit Fries und Karnieß. Die obere Ab-theilung stellt AlphonS' Triumphzug vor, darüber erhebt fichein zweiter Bogen, der aber der Antike nachgeahmt ist und gleichdem oberhalb angebrachten Friese mit dem übrigen nicht in Ein-klang steht. AlS Material ist blos weißer Marmor verwandt,auch für die guten Bildsäulen und noch bessern Ornamente.DaS Werk scheint unter der Leitung des Mailänders Pier diMartino erbaut, wie auch seine Grabschrift besagt*).
Zu den bemerkenSwerthesten Bauwerken dieses Jahrhundertsist die Mauer zu zählen, welche Siena errichten ließ, um ver.mittelst derselben den Fluß Bruna abzudämmen und einen Fisch,reich zu gewinnen. Dieser gemauerte Damm war 12,000 Ellenlang und 14 Schritte breit, scheint aber seinen Zweck nicht voll»ständig erfüllt zu haben, denn —nach Allegretti — liefertendie Unternehmer aus Gewinnsucht eine lüderliche Arbeit, so daßgegen Ende 1492 die Mauer auf der einen Seite einstürzte; inFolge dessen ward daö umliegende Land überschwemmt und Men.scheu und Vieh kamen dabei um.
Die Bauten zu Venedig zeichnen sich dadurch aus, daß dieArchitekten mit großer Freiheit verfuhren, bei den gothischenMustern nicht stehen blieben, sondern aus den vorhandenen Vor-bildern , die sie sogar häufig in der Levante aufsuchten, eineneigenthümlichen Styl zusammensetzten, zu dessen Gunsten u. A.-die schönen Paläste am großen Kanal sprechen. — Ein Bau.
') Vasari schreibt den Triumphbogen jedenfalls irrthümlich dem G i u-lian» da Majano zu.